Luxemburg schickt die geigende Popelfe Eva Marija
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von Agenturen++ HANDOUT ++ Eine Popelfe mit Geige und nackten Füßen: Luxemburgs Eva Marija
Bild: APA/EBU/PROUWEN FREIDEN
Kandidatin Eva Marija
Luxemburg besetzt heuer mit seinem Beitrag die typische ESC-Nische der barfußsingenden, Violine spielenden, leicht esoterisch angehauchten Solosängerinnen mit Eva Marija. Die 20-Jährige besingt in "Mother Nature" Mutter Natur als allumfassende Kraft und verbindet dabei Naturmystik mit Wohlfühlpop. Passive Erfahrungen mit dem ESC hat die Sängerin. "Ich muss gestehen, dass ich schon als kleines Kind ein ESC-Fan war. Der Bewerb ist überhaupt der Grund, weshalb ich angefangen habe, Violine zu spielen", unterstreicht die Künstlerin im APA-Gespräch in Oslo. Der norwegische Gewinner Alexander Rybak hatte die kleine Eva Marija bei seiner Performance an der Violine für "Fairytale" 2009 überzeugt. Damals war die am 24. Dezember 2000 geborene Eva Marija, Tochter slowenischer Eltern, erst drei Jahre alt. Sie begann infolge das Studium am Luxemburger Konservatorium und trat bereits im Teenageralter öffentlich auf. Momentan studiert Eva Marija in London am Institute for Contemporary Music Performance.
Und neben Mutter Natur setzt Eva Marija auf Liebe beim Wettbewerb: "Ich weiß, dass ich mit Frieden und Liebe komme. Das bin ich einfach als Mensch. Ich bin sehr liebevoll, liebe es, Menschen zu verbinden mit meiner Musik. Das hoffe ich, als Künstlerin in diesem Wettbewerb zu erreichen. Und auch wenn ich jetzt Wettbewerb gesagt habe, sehe ich das Ganze mehr als wunderschöne Show mit unterschiedlichsten Auftritten. Es geht primär darum, sich mit Künstlern zusammenzuschließen und verschiedene Kulturen zu treffen", umreißt die Künstlerin gegenüber der APA die Stoßrichtung. Auf Wien freut sie sich jedenfalls - nicht zuletzt wegen der Kulinarik: "Meine beste Freundin, mit der ich in London zusammenlebe, ist Wienerin. Deshalb machen wir einmal in der Woche ein österreichisches Abendessen - und das letzte Mal gab es Schinkenfleckerl. Das ist jetzt eines meiner liebsten Wohlfühlgerichte."
Luxemburgs ESC-Geschichte
Das Großherzogtum Luxemburg hat eine ebenso lange wie gewundene Beziehung zum ESC. Das Land war 1956 eines der Gründungsländer des Eurovision Song Contest und legte in den ersten Jahrzehnten eine beinahe beispiellose Erfolgsbilanz vor: Fünf Mal konnte Luxemburg den Bewerb zwischen 1961 und 1983 für sich entscheiden - mit Hits wie France Galls "Poupée de cire, poupée de son" oder Vicky Leandros' "Après toi". 1993 allerdings zog man sich aus Kostengründen vom ESC zurück. Die luxemburgfreie Zeit beim Bewerb hielt dann gut 30 Jahre an, bis sich das Großherzogtum 2024 entschloss, wieder in den Ring zu steigen. Ein Sieg blieb in den bisherigen zwei Ausgaben zwar aus, erreichte man doch lediglich Platz 13 und im Vorjahr Rang 22. Nun ruhen die Hoffnungen darauf, dass es Eva Marija nicht vergeigt.
Die größten Erfolge Luxemburgs
(S E R V I C E - www.eurovision.com/eurovision-song-contest/vienna-2026/all-participants/eva-marija/ )






