Myanmar: Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi im Hausarrest
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von AgenturenAung San Suu Kyi kann Gefängnis verlassen (Archivbild)
Bild: APA/APA/AFP/STAN HONDA
In Myanmar ist die mehrfach verurteilte Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi staatlichen Medien zufolge vom Gefängnis in einen Hausarrest verlegt worden. Das meldete der Sender MRTV am Donnerstag. Zuletzt war die Strafe der 80-Jährigen im Rahmen einer Amnestie bereits um ein Sechstel verkürzt worden. Die frühere De-facto-Regierungschefin war 2021 wegen einer Reihe von Vorwürfen zu 27 Jahren Haft verurteilt worden, die ihre Anhänger als politisch motiviert bezeichnen.
Die Vorwürfe gegen Suu Kyi reichen von Anstiftung zum Aufruhr, über Korruption und Wahlbetrug bis hin zu Verrat von Staatsgeheimnissen. Suu Kyi hat alles zurückgewiesen. Ihr Lager sieht die Urteile als Mittel, um die international bekannte Politikerin von der Macht fernzuhalten. Ein Sohn Suu Kyis hatte Anfang September wegen des Gesundheitszustands die sofortige Freilassung seiner Mutter gefordert. Suu Kyi leide unter zunehmenden Herzproblemen und benötige dringend ärztliche Hilfe.
Der heutige Präsident Min Aung Hlaing hatte 2021 einen Militärputsch gegen die demokratisch gewählte Regierung unter Suu Kyi angeführt. Seitdem wird das südostasiatische Land von einem Bürgerkrieg erschüttert; Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen vertrieben.
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