Nach Amokfahrt in Leipzig Motiv des Täters weiter unklar

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von Agenturen

Blumen, Kerzen und Kränze am Gedenkort der Amokfahrt

Bild: APA/APA/dpa/Hendrik Schmidt


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Zwei Tage nach der tödlichen Amokfahrt eines 33-Jährigen in Leipzig im deutschen Freistaat Sachsen herrscht Rätselraten über dessen Beweggründe. Die Ermittler gehen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv aus. Er habe offenbar "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" gehandelt, so die Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Von ihm gehe weiter Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus. Deswegen wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.

Der Deutsche steht den Angaben zufolge in dringendem Tatverdacht des zweifachen Mordes sowie des versuchten Mordes in vier Fällen. Es sei wahrscheinlich, dass er weitere "Taten vergleichbarer Schwere begehen wird", hieß es von der Staatsanwaltschaft Leipzig.

Stadt will Einkaufsstraße besser sichern

Die betroffene Einkaufsstraße ist inzwischen wieder für Passanten frei. Die Stadt hat angekündigt, sie dauerhaft gegen das Befahren mit Fahrzeugen zu sichern. Das soll voraussichtlich an diesem Mittwoch umgesetzt werden.

Am Montagnachmittag war der 33-jährige Deutsche aus Leipzig dort mit seinem Wagen in die Fußgängerzone gefahren und hatte mehrere Menschen mit seinem Auto angefahren. Zwei Menschen starben, sechs weitere wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Seither herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit in der Stadt. Viele Menschen haben Kerzen und Blumen niedergelegt und bei Andachten der Opfer gedacht. Sachsens Regierung ordnete Trauerbeflaggung an allen Gebäuden von Behörden und Dienststellen des Freistaates an. "Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). "In Gedanken sind wir bei ihnen und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind."

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