Neue Gewalt zwischen Hindus und Christen in Nordostindien

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von Agenturen

Die Gewalt in Manipur hält die indischen Sicherheitskräfte auf Trab

Bild: APA/APA/AFP/-


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Nach neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Zivilisten im indischen Unionsstaat Manipur haben die Behörden eine unbefristete Ausgangssperre und eine Internetabschaltung verhängt. Zuvor waren bei Zusammenstößen zwischen der hinduistischen Mehrheitsbevölkerung der Meitei und Angehörigen der christlichen Kuki mindestens drei Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden, meldete der asiatische Pressedienst UCA News laut Kathpress am Donnerstag.

Die Meitei beschuldigen demnach militante Kuki für den Ausbruch der Gewalt; die Kuki machen bewaffnete Meitei-Milizen verantwortlich. Ein katholischer Kirchenvertreter, der anonym bleiben wollte, erklärte dagegen bei UCA News, die aktuellen Unruhen seien auf parteiinterne Rivalitäten zwischen zwei Fraktionen der regierenden hindu-nationalistischen Partei BJP von Premierminister Narendra Modi zurückzuführen.

Chaos seit Ende der Zwangsverwaltung

Ein weiterer, ebenfalls namentlich nicht genannter Kirchenvertreter sagte, Manipur verfalle nach dem politischen Umbruch im Zuge der beendeten Direktverwaltung durch die indische Zentralregierung ins Chaos. "Während der Bundesverwaltung gab es keine Berichte über schwere Gewalttaten, und die Menschen fühlten sich einigermaßen sicher", so der Kirchenmann. "Jetzt haben sie Angst und fühlen sich verletzlich."

Biren Singh musste Anfang 2025 als Regionalministerpräsident von Manipur zurücktreten, nachdem es ihm nicht gelungen war, den gewaltsamen ethnischen Konflikt zwischen den Meitei und den Kuki zu beenden und den Frieden wiederherzustellen. Die hindu-nationalistische Zentralregierung in Neu-Delhi stellte Manipur in der Folge für ein Jahr unter Bundesverwaltung.

Diese endete Anfang Februar, und der BJP-Politiker Yumnam Khemchand Singh wurde zum Ministerpräsidenten von Manipur ernannt. Berichten zufolge gibt es seither einen Machtkampf zwischen Yumnam Khemchand Singh und seinem Vorgänger.

Gewalt begann 2023

Die Gewalt in Manipur war im Mai 2023 ausgebrochen, nachdem die Kuki gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Manipur protestierten, den Meitei den Status einer indigenen Bevölkerungsgruppe zuzuerkennen. Dieser Status hätte für die hinduistischen Meitei wirtschaftliche und soziale Privilegien auf Kosten der Kuki bedeutet.

Nach offiziellen Angaben wurden damals 258 Personen getötet und mehr als 1.100 verletzt; mehr als 60.000 Menschen flohen, Hunderte religiöse Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Die meisten Vertriebenen leben weiterhin in Notunterkünften.

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