Kirche

Nonnen von Goldenstein zum Papst gereist

Aktualisiert:

von Quelle: APA, JOYN News

Salzburg heute

Nonnen Goldenstein: Erzabt als Vermittler

Videoclip • 29 Sek


- Anzeige -
- Anzeige -

Die drei betagten Nonnen von Goldenstein in Elsbethen bei Salzburg sind entgegen ihren Ankündigungen am Dienstag doch nach Rom gereist.

Damit sind die zuletzt aufgetauchten Unklarheiten zum Verbleib der Frauen beseitigt. Am Mittwoch um 10.00 Uhr sollen die Schwestern an der Generalaudienz des Papstes im Vatikan teilnehmen.

Ob es dabei die Möglichkeit zu einem Handshake, Wortwechsel oder gar einem kurzen Gespräch mit Leo XIV. gibt, ist offen.

"Die Nonnen hatten die Reise in letzter Minute antreten können, nachdem ihnen von den zuständigen Institutionen grünes Licht signalisiert worden war", teilte der kirchenrechtliche Berater der Frauen, Wolfgang Rothe, am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Der Salzburger Erzabt Jakob Auer - er wurde jüngst vom Vatikan zum Assistenten des für die Nonnen zuständigen Apostolischen Kommissars Propst Markus Grasl ernannt - sei stets über jeden Schritt der Schwestern informiert gewesen.

"Für Kommunikationsprobleme zwischen dem Apostolischen Kommissar und seinem Assistenten tragen weder die Schwestern noch das Helferteam Verantwortung."


Frauen gegen ihren Willen nach Rom verbracht?

Grasl hatte am Dienstagnachmittag scharf kritisiert, dass die seien. Sie seien "ohne jegliche Information an die zuständigen Ordensoberen" aus dem Kloster verschwunden.

"Sollten die Schwestern bis Mittwoch nicht wieder im Kloster auftauchen, sehen wir uns gezwungen, die Behörden zu informieren und Anzeige zu erstatten." Die Schwestern hätten mehrfach - unter anderem bereits Mitte April schriftlich - betont, die Reise nach Rom nicht anzutreten. Zu befürchten sei, dass sie gegen ihren Willen nach Rom verbracht wurden.

Ob die nun doch erfolgte Reise nach Rom kirchenrechtliche Folgen für die Nonnen haben wird, ist nicht klar.

Ihren Unterstützern zufolge waren alle drei Frauen noch nie in Rom. Die drei Augustiner-Chorfrauen waren im vergangenen September gegen den Willen ihres Oberen Grasls von einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt, das mittlerweile der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg gehört. Die Rückkehr sorgte weltweit für enormes mediales Interesse.

Da sich in der Folge die drei Nonnen und der Propst nicht auf eine Lösung einigen konnten, schalteten beide Seiten den Vatikan ein.

Dieser beließ Grasl in seiner Funktion als Ordensoberer für die Schwestern, stellte ihm aber den jungen Salzburger Erzabt zur Seite. Dieser soll nun mithelfen, eine Vereinbarung auszuarbeiten, die dem Wunsch der Schwestern Rechnung trägt, im Kloster Goldenstein wohnhaft zu bleiben.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken