Norris vor Piastri: McLaren-Doppelsieg im Miami-Sprint

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von Agenturen

Norris erwischte einen guten Start

Bild: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU


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Weltmeister Lando Norris ist beim zweiten Formel-1-Sprint der Saison in Miami zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg gefahren. Der Brite führte im kurzen Rennen in Florida, dem ersten seit der fünfwöchigen Zwangspause wegen des Iran-Krieges, einen McLaren-Doppelsieg vor Oscar Piastri an. Das Podium komplettierte Charles Leclerc im Ferrari. Erstmals in dieser Saison gewann kein Mercedes-Pilot, WM-Leader Kimi Antonelli verlor Platz vier wegen einer Strafe noch nach Rennende.

Der 19-jährige Italiener hatte zu oft die Streckenbegrenzungen überfahren und rutschte nach einer Fünf-Sekunden-Strafe hinter seinen Teamkollegen George Russell und Vierfach-Champion Max Verstappen im Red Bull zurück. In der WM-Wertung verkürzte Russell damit seinen Rückstand auf sieben Punkte. Nach der Regelanpassung bei den neuen Hybridmotoren und der langen Auszeit verloren die "Silberpfeile" anscheinend die Vormachtstellung in der Motorsport-Königsklasse. Rekordweltmeister Lewis Hamilton musste sich im zweiten Ferrari mit Rang sieben begnügen. Das Qualifying für den Großen Preis von Miami findet ebenfalls am Samstag (22.00 Uhr/live ORF 1, Sky) statt.

Astronaut überreichte Trophäe

Norris konnte nach dem vierten Sprint-Sieg seiner Karriere freilich überglücklich sein. "Es ist schön, wieder am obersten Podest zu stehen. Die Upgrades haben uns dieses Wochenende wirklich sehr geholfen. Ein guter Start ins Wochenende, aber morgen zählt es", sagte der Titelverteidiger, der von Astronaut Reid Wiseman, Kommandant der jüngsten NASA-Mondmission "Artemis II", die Siegertrophäe überreicht bekam.

Piastri rollte mit fast vier Sekunden Rückstand über die Ziellinie. "Ich habe probiert, bei Lando dranzubleiben. Hoffentlich klappt das morgen besser", sagte der Australier. Der dank vieler Upgrades runderneuerte McLaren ist damit auch im Qualifying in der Favoritenrolle, Mercedes wird den Silberpfeil erst beim nächsten Grand Prix in Kanada in drei Wochen mit neuen Teilen verbessern.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff verlor deshalb nicht die Nerven. "Wir wissen, dass wir mit den Upgrades im Vergleich zu den anderen Teams hinterherhinken. Wir hatten gehofft, unseren Vorsprung halten zu können, und was die Rundenzeiten angeht, lagen wir im Sprint nah am Tempo der Spitzengruppe", betonte der Wiener. Mit Blick auf den verpatzten Start von Antonelli nahm Wolff seinem Schützling die Verantwortung. "Es war keinesfalls Kimis Schuld, sondern ein Problem auf unserer Seite."

Schweigeminute für Zanardi

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Ex-F1-Fahrer Alex Zanardi schalteten die Fahrer erstmals seit der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wieder in den Rennmodus. Zum ersten Mal in diesem Jahr startete kein Mercedes von der Poleposition. Während Norris seine Spitzenposition verteidigte, rutschte Antonelli um zwei Positionen hinter Piastri und Leclerc zurück. Die Ferraris kamen wegen einer Regeländerung am Startprozedere nicht so flott wie gewohnt vom Fleck, Hamilton ging in der ersten Runde aber trotzdem an Verstappen vorbei auf Platz sechs.

In der 7. von 19 Runden ging Russell an Antonelli vorbei, dem Teenager gelang kurz darauf aber der Konter. Dahinter lieferten sich Hamilton und Verstappen ein Duell, mit dem besseren Ende für den Red-Bull-Piloten. Antonelli hingegen verlor kurz nach Rennende noch Punkte im WM-Rennen.

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