Pfauen-Invasion belastet Adria-Urlaubsort
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Exotische Vögel sorgen in Punta Marina für Ärger
Bild: APA/APA/dpa/Sebastian Gollnow
Eine Pfauen-Invasion belastet den Urlaubsort Punta Marina an der norditalienischen Adriaküste. Rund 120 freilebende Pfauen haben sich in der Gemeinde angesiedelt und sorgen für Unmut bei den Bewohnern. Die exotischen Vögel laufen über Straßen und Kreisverkehre, sitzen auf Hausdächern oder durchstreifen Vorgärten. Während Touristen die Tiere fotografieren und filmen, klagen viele Bewohner über Lärm, Kot und Schäden an Autos und Häusern.
Besonders während der Paarungszeit zwischen März und Juni machen die Tiere mit schrillen Rufen auf sich aufmerksam. Viele Anrainerinnen und Anrainer berichten von schlaflosen Nächten. Hinzu kommen Kot auf Gehwegen und Terrassen, beschädigte Dachziegel sowie zerkratzte Autos. Einige Tiere picken aggressiv gegen spiegelnde Oberflächen oder verteidigen ihr Revier gegenüber Menschen und Haustieren. Der Fall beschäftigt inzwischen die Medien in Italien.
Herkunft unklar
Woher die Tiere ursprünglich stammen, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass einzelne Pfauen vor mehr als zwölf Jahren aus privaten Haltungen entlaufen oder ausgesetzt worden waren. Zunächst lebten sie vor allem auf dem Gelände einer ehemaligen Ferienanlage der italienischen Luftwaffe. Nach Umbauarbeiten breiteten sie sich jedoch zunehmend im gesamten Ort aus. Während der Corona-Pandemie nahm ihre Zahl offenbar weiter zu.
Wie viele Tiere tatsächlich in Punta Marina leben, weiß niemand genau. Offizielle Zählungen gibt es bisher nicht. Schätzungen reichen von rund 100 bis 120 Pfauen. Manche Einwohner sprechen sogar von deutlich höheren Zahlen. Erschwert wird die Situation durch ungeklärte Zuständigkeiten. Die Provinzpolizei bezeichnet die Tiere als herrenlos. Frühere Fangversuche seien gescheitert. Unklar ist bisher auch, wer mögliche Maßnahmen finanzieren soll.
Die Gemeinde setzt deshalb zunächst auf Aufklärung. Informationsschilder fordern Bewohner und Touristen auf, die Tiere nicht zu füttern. Zudem soll nun erstmals ein offizieller Bestand erhoben werden. Erst danach soll über weitere Maßnahmen entschieden werden.
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