Pfleger stiehlt Gold um Hunderttausende Euro
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von AgenturenDer Pfleger hatte es auf Gold abgesehen
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Ein rumänischer Pfleger hat im Bezirk Schärding aus dem Haus seines Klienten Goldbarren und -münzen im Wert eines zumindest sechsstelligen Eurobetrags gestohlen. Der 41-Jährige war nach seinem Turnusdienst nach Hause gefahren und wenige Tage später mit zwei Komplizen zurückgekehrt. Nach der Tat flüchteten sie wieder nach Rumänien, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft Ried am Dienstag.
Während seiner Pflegetätigkeit hatte der Rumäne gesehen, dass sein Klient Gold im Haus hatte, das als Weihnachtsgeschenk für die Enkelkinder gedacht war. Am 20. Oktober des Vorjahres fuhr der 41-Jährige nach Hause. Gemeinsam mit zwei Helfern im Alter von 23 und 38 Jahren kam er aber fünf Tage später heimlich zurück. Da der Pfleger die Kombination für die Türe sowie das Versteck des Goldes kannte, konnten sie sich unbemerkt Zutritt zu den Wohnräumlichkeiten verschaffen und das Gold stehlen, während der Bewohner zu Hause war. Dann fuhren sie auf direktem Weg zurück nach Rumänien.
Beute verschwunden
Im Dezember bemerkte der Bestohlene den Diebstahl und es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Verbindungsbüro in Rumänien und der Kriminalpolizei Temesvar klärten die oberösterreichischen Kriminalisten den Fall rasch auf.
Die Beute ist allerdings verschwunden. Der 38-Jährige, der bei dem Diebstahl Schmiere gestanden war, und der 23-Jährige, der mit dem Pfleger ins Haus gegangen war, sollen als Bezahlung jeweils einen Goldbarren erhalten haben, während der 41-Jährige einen Großteil des Goldes für sich behalten bzw. später verkauft haben soll. Der Haupttäter wurde mittlerweile nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Ried gebracht. Er ist nur teilweise geständig.
Komplize spricht von weiteren Versuchen
Seine Komplizen geben die ihnen zur Last gelegten Taten zur Gänze zu und wurden auf freiem Fuß angezeigt. Der 38-Jährige sagte auch aus, dass sie noch zweimal nach Österreich gefahren seien, um weitere Gegenstände zu stehlen. Bei diesen Versuchen seien sie aber nicht mehr ins Haus gelangt.
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