Potapova, Kraus und Tagger im Rom-Hauptfeld, Grabher out
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von AgenturenPotapova steht im Rom-Hauptbewerb
Bild: APA/APA/AFP/JAVIER SORIANO
Drei von vier in der 2. Qualifikationsrunde für das WTA-1000-Tennisturnier in Rom engagierte Österreicherinnen sind am Dienstag ins Hauptfeld eingezogen. Die in der Ausscheidung topgesetzte Anastasia Potapova besiegte die Tschechin Nikola Bartunkova 4:6,6:4,6:2, Sinja Kraus gewann gegen die als Nr. 2 gesetzte Rumänin Elena-Gabriela Ruse 7:6(3),6:2. Lilli Tagger kam nach einer 3:6,3:6-Niederlage gegen die Russin Alina Kornejewa als Lucky Loser weiter. Julia Grabher schied aus.
Die Vorarlbergerin musste sich der Ungarin Dalma Galfi 6:7(2),4:6 beugen. Mit dieser bekommt es nun am Mittwoch in einem Qualifikantinnen-Duell Potapova (4. Match nach 11.00 Uhr) zu tun. Tagger steht auf dem zweitgrößten Court der Anlage vor der Aufgabe, sich gegen die griechische Ex-Weltranglistendritte Maria Sakkari zu beweisen. Und Kraus darf Center-Court-Luft schnuppern, sie trifft zu Beginn der Abendsession nicht vor 19.00 Uhr auf Lokalmatadorin Elisabetta Cocciaretto.
Tagger gegen Sakkari um Revanche
Die im Ranking auf Position 47 zurückgefallene Sakkari hat zuletzt drei Auftaktniederlagen erlitten, ihren bisher letzten Sieg feierte sie vor rund zwei Monaten in ihrem Indian-Wells-Auftaktmatch gegen Tagger. Für die Osttirolerin bietet sich für das damalige 5:7,0:6 also die Chance auf Revanche. Kraus hat bisher gegen die auf Position 41 liegende und damit favorisierte Cocciaretto noch nicht gespielt, für die Wienerin geht es um die fixe Rückkehr in die Top 100. Potapova ist gegen Galfi (119.) zu favorisieren, die bisher zwei Duelle (2018, 2023) hat sie gewonnen.
Für Potapova war der Zweitrundensieg in der Qualifikation nach ihrem tollen Lauf seit Linz sehr wichtig. Die Neo-Österreicherin war zuletzt schon bis auf WTA-Rang 38 vorgestoßen, auch wegen des Runs bis ins Halbfinale beim 1000er-Turnier in Madrid. Für den Hauptbewerb in Rom reichte es wegen der vierwöchigen Vorlaufzeit vor Turnierbeginn vom Ranking her aber nicht.
"Es war nicht leicht, natürlich bin ich körperlich und geistig etwas müde. Aber ich habe mich durchgekämpft", sagte Potapova, die nun im Race sogar schon auf Platz 16 liegt. "Natürlich bin ich sehr happy darüber, aber wir sind jetzt noch nicht einmal in der Mitte der Saison, alles kann sich ändern", erklärte die gebürtige Russin auf APA-Nachfrage. Sie versuche, sich nicht aufs Race oder das Ranking zu konzentrieren. "Ich möchte jedes Match so angehen, als wäre es ein Semifinale oder Finale." Der Umstieg von Linz in der Halle, nach Madrid in Höhenlage nun nach Rom auf Meereshöhe sei gewaltig. "Es waren sehr unterschiedliche drei Wochen. Aber als Topspielerin musst du jeden Tag da sein. Egal was, du musst versuchen, den jeweiligen Schlüssel zu finden."
Linz-Finale hat bei Potapova Schalter umgelegt
Vor ihrem neuen Heimpublikum in Linz bis ins Finale vorzustoßen, hat bei Potapova, die ja schon einmal Nummer 21 der Welt war, etwas ausgelöst. "Offensichtlich hat sich dort etwas geändert. Ich habe dann immer besser gespielt. In Linz war ich an der Grenze, dass ich bei den French Open Qualifikation spielen muss und jetzt kämpfe ich darum, vielleicht in Paris gesetzt zu werden. Und das innerhalb von ein paar Wochen, das ist verrückt. In meinem Spiel und Selbstvertrauen hat es Klick gemacht."
Gute Nachrichten gab es auch von Kraus, die sich wie dieses Jahr schon in Miami und Madrid (mit einem Zweitrundensieg über Potapova, die dann als Lucky Loser ins Feld rutschte, Anm.) zum dritten Mal für den Hauptbewerb eines WTA-1000-Turniers qualifiziert hat.
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