Real fordert Bayern im ewig jungen Giganten-Duell
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von Agenturen2024 hatte Laimer gegen Vinicius Jr. das Nachsehen
Bild: APA/APA/AFP/THOMAS COEX
Real und der FC Bayern stehen einander in der Champions League wieder einmal gegenüber. Im Viertelfinal-Hit treffen Europas Fußball-Giganten im Hinspiel in Madrid am Dienstag (21.00 Uhr) zum bereits 29. Mal in der Königsklasse aufeinander - kein Duell gab es öfter. Ein Schlüsselspieler aus Münchner Sicht soll Konrad Laimer werden. Dem Salzburger kommt die Aufgabe zu, Reals Offensivstars zu entschärfen. Die Bayern setzen wieder auf den zuletzt angeschlagenen Harry Kane.
Der Torjäger soll mithelfen, eine Serie an verlorenen K.o.-Runden gegen den 15-fachen Champions-League-Sieger zu beenden. Viermal in Folge - davon dreimal im Halbfinale - zogen die Bayern in den vergangenen zwölf Jahren gegen Real den Kürzeren. Beim jüngsten Vergleich vor zwei Jahren (2:2, 2:1 für Real) war Laimer im Münchner Mittelfeld dabei, David Alaba fehlte bei den Madrilenen verletzt. Österreichs Teamkapitän wird bei der Neuauflage aller Voraussicht nach von der Bank aus erneut den Zuschauer geben.
Kann Laimer Vinicius Jr. bändigen?
Laimer darf sich auf einen fordernden Abend im Estadio Bernabeu gefasst machen. Der Rechtsverteidiger dürfte es mit dem schnellen Vinicius Junior zu tun bekommen. Die Gegenstöße über den Brasilianer zu entschärfen gilt als Kriterium für einen Bayern-Erfolg. Sollte Laimer anstelle von Alphonso Davies links außen beginnen, warten wohl Duelle mit Kylian Mbappé. In denen dem 28-Jährigen aber auch eine Sperre für das Rückspiel droht: Bei einer weiteren Gelben Karte muss Laimer am 15. April in München zusehen.
Dies droht auch einigen Reals Stars. Gleich sechs Akteure der Spanier gehen vorbelastet in die Partie, darunter Vinicius Junior, Mbappé und auch Jude Bellingham. Für die "Merengues" bietet sich auf der Champions-League-Bühne auch heuer wieder die Möglichkeit, eine Saison zu retten. Aus dem spanischen Cup verabschiedete sich Real schon im Jänner, in der Meisterschaft droht der FC Barcelona zu enteilen. Am vergangenen Wochenende setzte es bei Abstiegskandidat Mallorca ein 1:2.
Im Achtelfinale gegen Manchester City belegte das Team von Trainer Álvaro Arbeloa, der zu Jahresbeginn Xabi Alonso ablöste, wieder die These, wonach Real international zur Hochform aufläuft. "Wenn Real Madrid in diesem Wettbewerb spielt, ändert sich alles. Wir sind bereit für mehr, für alles, was kommt", sagte Vinicius Junior. Verzichten muss Arbeloa weiter auf Stammkeeper Thibaut Courtois.
Kane meldete sich fit
Die Generalprobe der Bayern glückte im Unterschied zu jener des Gegners. In Freiburg drehte der Bundesliga-Leader ein 0:2 im Finish zu einem 3:2-Sieg. Richtig ins Wanken kamen die Bayern heuer noch nicht. "Wir haben uns über die acht, neun Monate dieser Saison Vertrauen erarbeitet. Und mit diesem Vertrauen können wir dahin fahren und auch im Bernabeu gegen ein Stadion, gegen eine Bestie ankommen, die genau in diesen Momenten da ist", meinte Bayerns Sportvorstand Max Eberl.
"Hoffentlich können wir unsere Stärke zeigen", hoffte Trainer Vincent Kompany. Ein Trumpf für sein Team soll Kane werden. Der Engländer kam am Sprunggelenk leicht lädiert vom Nationalteam zurück, in Freiburg wurde er geschont. Im Abschlusstraining war er dabei. 48 Pflichtspieltore hat Kane für die Bayern in dieser Saison erzielt, zehn davon in der Champions League. Nur Mbappé kommt in der Königsklasse auf mehr (13 Tore). Die Augen werden auch auf Manuel Neuer gerichtet sein. Der 40-Jährige hielt im letzten Duell mit Real vor zwei Jahren bis zur 88. Minute überragend - und patzte dann entscheidend.
Arsenal gastiert als Favorit in Lissabon
Das zweite Viertelfinal-Hinspiel am Dienstag (21.00 Uhr) geht in Lissabon in Szene. Sporting geht nach dem Aufstieg über Bodö/Glimt hinweg gegen Arsenal als Außenseiter ins Heimspiel. Die in der Premier League den Meistertitel anstrebenden Gunners verloren vor der Länderspielpause im englischen Ligacup-Finale gegen Manchester City, im FA-Cup-Viertelfinale folgte am Wochenende das Aus gegen Zweitligist Southampton.
Trainer Mikel Arteta sprach danach vom "ersten schwierigeren Moment in dieser Saison". Nervös war der Spanier allerdings nicht. "Wir haben die schönste Zeit der Saison noch vor uns", meinte Arteta. Ein Comeback in Lissabon gibt Viktor Gyökeres. Der Schwede war im vergangenen Sommer von Sporting nach London gewechselt. Sein Nachfolger soll es nun für Portugals Meister richten. Der Kolumbianer Luis Suarez schoss in 42 Pflichtspielen dieser Saison für die "Löwen" nicht weniger als 33 Tore.
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