Schopps Rückkehr mit Vorfreude: "Kann tolle Saison werden"

Veröffentlicht:

von Agenturen

Markus Schopp geht in Hartberg in seine dritte Amtszeit

Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU


- Anzeige -
- Anzeige -

Einen Monat und einen Tag vor dem für 22. Juni angesetzten Trainingsbeginn hat Markus Schopp am Donnerstag seine dritte Ära als Cheftrainer von Fußball-Bundesligist TSV Hartberg eingeläutet. Vorerst einmal mit einem Medientermin, bei dem sich der Ex-Nationalspieler mit der Philosophie des Sechsten der am Wochenende zu Ende gegangenen Meistergruppe identifiziert hat. "Wenn wir es gut aufziehen, kann das wieder eine ganz tolle Saison werden", meinte Schopp vorausblickend.

Für den Steirer sei es "ein Nachhausekommen", bezog sich der am Mittwoch verpflichtete Steirer auf seine ersten zwei Amtszeiten beim Club, von 2018 bis 2021 und von Dezember 2022 bis September 2024. Für Obmann Erich Korherr war Schopp die erste Wahl. "Wir müssen für die Zukunft gerüstet sein und haben immer gesagt, wir werden das mit vielen einheimischen Talenten versuchen. Da wird es in der Steiermark keinen Besseren geben als den Markus, er hat das bei uns schon bewiesen." Man wolle diesen "richtigen Weg" langfristig mit ihm gehen.

Laut Korherr könnte das wieder eine Erfolgsgeschichte werden: "Ich kenne ihn, wie er tickt und wie er arbeitet. Das ist das, was der TSV Hartberg unbedingt benötigt." Schopp sprach von einer zuletzt "richtig starken Saison. Es gilt, sich an dem zu orientieren." Die Gründe für das Abschneiden seien "ein total demütiges Umfeld und ein sehr bodenständiges Personal. Da habe ich mich gut entwickeln können. Da geht es um Trainingsbedingungen, um Professionalität, wie man gewisse Dinge auf kleineren Beinen aufbaut. Da haben wir uns irgendwann gefunden."

"Müssen in Ecken suchen, wo andere nicht suchen"

Der alte und neue Coach der Steirer erinnerte an seine vor gut eineinhalb Jahren zu Ende gegangene Hartberger Amtszeit: "Ich glaube, dass es damals klar ersichtlich war, in welche Richtung der Verein gehen wollte. Wir haben sehr klar Spieler zu finden, die das Potenzial haben, sich zu entwickeln." Als Beispiel nannte der 52-Jährige Elias Havel, den mit 13 Toren Dritten der Torschützenliste 2025/26. "Wir haben Spieler am Radar gehabt, die wahrscheinlich kein anderer am Radar gehabt hat. Wir wussten, dass wir in Ecken suchen müssen, wo andere vielleicht nicht suchen."

Demzufolge sei es für einen Verein wie Hartberg in seiner mittlerweile neunten Saison im Fußball-Oberhaus "total wichtig, seine Nische zu finden. Es gibt interessante österreichische Spieler, die man fördern und entwickeln kann. Das ist der Bereich, wo wir uns sehen und uns spüren. Für das werden wir alle hart arbeiten müssen. Entscheidend ist, dass der Verein in seinen Strukturen auch unter erschwerten Bedingungen versucht, zu wachsen. Ich glaube, dass wir angepasst an die Möglichkeiten etwas entwickeln können, das interessant und spannend sein kann."

In der Saison 2019/20 erreichte Schopp mit Hartberg über die Meistergruppe (Rang fünf) und das Europa-League-Play-off einen internationalen Startplatz. Vier Jahre später gelang die erfolgreichste Saison mit dem erneuten fünften Platz in der Meistergruppe und der besten Hartberger Punkteausbeute (28). Dazwischen hatte der nunmehrige Nachfolger von Manfred Schmid bei Barnsley (2021) als Trainer gearbeitet, zuletzt war er beim LASK bis April 2025 als Coach und Sportdirektor tätig gewesen. Eine exakte Angabe der Zielsetzung für 2026/27 gab es nun nicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken