Selenskyj: Solderhöhungen für ukrainische Soldaten
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj
Bild: APA/APA/dpa (Themenbild)/Michael Kappeler
Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. "Ich habe die Aufgabe gestellt, die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen", teilte der Staatschef am Freitag bei Telegram mit. Zum angekündigten Reformpaket gehört demnach auch ein stärkerer Einsatz befristeter Verträge. Schon in diesem Jahr sollen bereits Eingezogene schrittweise aus dem Wehrdienst ausscheiden können. Zudem sollen Zwangsrekrutierungen hinterfragt werden.
Beim Sold sollen vor allem die Zahlungen bei Kampfeinsätzen erhöht und entsprechende Erfahrungen stärker berücksichtigt werden. Im Hinterland soll er um fast 50 Prozent auf umgerechnet knapp 400 Euro steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte Selenskyj mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge von etwas über 1.900 Euro in Aussicht.
Wie die erhöhten Ausgaben finanziert werden sollen, erklärte Selenskyj nicht. Im April hatte die Europäische Union allerdings einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kiew mit dem Geld nun erstmals direkt die Armee finanzieren.
"Busifizierung" soll beendet werden
Zugleich kursieren in sozialen Netzwerken weiterhin täglich neue Videos von gewaltsamen Zwangsmobilisierungen. Selenskyj hatte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bereits Mitte Jänner bei seinem Amtsantritt beauftragt, die "Busifizierung" genannten Zwangsrekrutierungen zu beenden.
Der ukrainische Begriff "Busyfikazija" leitet sich von den kleinen Transportern (Bussen) ab, mit denen Rekrutierungsoffiziere der Territorialen Rekrutierungszentren (TKK) im öffentlichen Raum unterwegs sind, um wehrfähige Männer im öffentlichen Raum von Mitarbeitern der Territorialen Rekrutierungszentren (TCK) festzunehmen und zwangsweise zu verladen, um sie zu Mobilisierungszentren zu bringen.
Ein Großteil der Zwangsmobilisierten desertiert Medienberichten zufolge umgehend. Offizielle Zahlen zur Fahnenflucht werden seit vergangenem Herbst jedoch nicht mehr veröffentlicht. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion.
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