Seniorenrat will volle Einbindung in Budgetverhandlungen
Veröffentlicht:
von AgenturenPensionisten wollen nicht mehr zur Kasse gebeten werden
Bild: APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
Der überparteiliche Seniorenrat pocht auf eine volle Einbindung in die anstehenden Budgetverhandlungen des Bundes. Die beiden Vorsitzenden, Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec (ÖVP) und Birgit Gerstorfer (SPÖ) vom Pensionistenverband, stellten bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bereits Forderungen an die Regierung auf: So müsse es eine volle Inflationsanpassung bei den Pensionen für alle geben. Weitere Sparmaßnahmen seien hingegen nicht akzeptabel.
"Wir wollen eingebunden sein. Wir wollen integriert werden. Wir wollen mitreden und wir wollen mitentscheiden. Und wir wollen nicht informiert werden", machte Korosec klar, die derzeit den turnusmäßigen Vorsitz im Seniorenrat führt. Immerhin habe man bereits bei der Regierung "vorgefühlt", berichtete sie. Ein Gespräch mit dem Sozialministerium habe es bereits gegeben. Und auch einen Termin mit Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sei bereits vereinbart.
Eine der wichtigsten Forderungen des Seniorenrats ist die volle Inflationsanpassung der Pensionen für alle - "und wenn ich sage für alle, dann meine ich auch alle", so Korosec. Diese sei ein "Kernbestandteil" des Vertrauens in das Pensionssystem. Geschehe die volle Abgeltung wieder nur für bestimmte Gruppen, führe das zu realen Kürzungen. Stabile Pensionen würden zudem nicht nur die individuelle Sicherheit bieten, sondern seien auch volkswirtschaftlich sinnvoll, betont der Seniorenrat.
"Grenze des Zumutbaren erreicht"
Auch Gerstorfer betonte, dass die Pensionistinnen und Pensionisten mit der Erhöhung der Krankenversicherung ihren Teil zur Sanierung geleistet hätten. Durch diesen Beitrag, der ausschließlich von der älteren Generation geleistet werde, verbessere sich das Budget der Österreichischen Gesundheitskasse Jahr für Jahr um rund eine halbe Milliarde Euro. Damit ist für den Seniorenrat die "Grenze des Zumutbaren erreicht".
Zu den weiteren Forderungen des Seniorenrats an die Regierung zählen unter anderem transparente, planbare Regeln für künftige Pensionsanpassungen, eine Entlastung für freiwillig arbeitende Pensionisten sowie eine Finanzspritze für eine Digitalisierungsoffensive für die Generation 60 Plus. Aber auch die "analoge Lebensweise" müsse weiterhin gewährleistet sein, meinte Gerstorfer.
Mehr entdecken

Demo gegen Bau der Event-Arena in Wien-St. Marx

Aus für "Die Beatrice Egli Show"

Hunderte Euro zurück
Steuerausgleich zu kompliziert? Hilfe mit diesen Apps

U-Ausschuss - Kreutner: Pilnacek auch Opfer des Systems

Bis 22 Uhr
Billa und Foodora liefern in Wien: Alle Infos

Verstappen verliert Renningenieur Lambiase
