Suche nach Ursache für tödlichen Hauseinsturz in Deutschland
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von AgenturenDas Haus liegt in Trümmern - aber warum?
Bild: APA/APA/dpa/Sebastian Kahnert
Nach einem dramatischen Hauseinsturz in der sächsischen Stadt Görlitz mit drei Toten sucht die Polizei nach der Ursache des Unglücks. Die Ermittlungen vor Ort gestalten sich allerdings schwierig: Die Kriminaltechniker hätten ihre Arbeit in den Nachtstunden unterbrechen müssen, weil sich die Reste der Giebelwände in Bewegung gesetzt hätten, sagte Raik Schulze, Leiter des Führungsstabes der Polizei, am Freitag in der Früh.
"Dank der Technik des Technischen Hilfswerkes (THW) konnten wir unsere Einsatzkräfte rechtzeitig in Sicherheit bringen", sagte er. Die Spezialisten hatten bereits zu Beginn des Einsatzes Sensoren an die Giebelwände geklebt, um die Helfer vor einem möglichen Einsturz zu warnen. Derzeit gehe es darum, die Gefahr zu beseitigen, damit die Untersuchungen am Unglücksort fortgesetzt werden können, so Schulze.
Ermittelt wird in alle Richtungen
Zur Unglücksursache konnte die Polizei vorerst keine Angaben machen. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte Schulze. "Wir schließen nichts aus." Es gehe vom Materialversagen über eine technische Ursache bis hin zu fahrlässiger Handlungsweise. "Da stehen wir noch am Anfang." Einen dringenden Tatverdacht habe die Polizei zurzeit nicht.
Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) vermutete nach dem Unglück eine Gasexplosion. Nach vorherigen Angaben muss es ein Gasleck gegeben haben, da während des Einsatzes Gas ausgetreten war. Wo genau das Gasleck war, lasse sich noch nicht genau sagen, so Schulze.
Rettungseinsatz dauerte 72 Stunden
Das Mehrfamilienhaus mit Miet- und Ferienwohnungen war am Montagabend komplett eingestürzt. Es befand sich mitten in einer langen gepflegten Häuserzeile. Der Rettungseinsatz wurde am Donnerstagabend nach etwa 72 Stunden beendet, nun ist die Einsatzstelle in Händen der Polizei.
Unermüdlich hatten Hunderte Einsatzkräfte im Dauereinsatz in dem großen Trümmerhaufen nach drei Vermissten gesucht. Ab Montagabend bis Donnerstagabend waren dauerhaft mehr als 130 Kräfte vor Ort. Insgesamt waren zwischen 500 und 1.000 Menschen beteiligt. Teils arbeiteten sie sich mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Schutt. Auch Spürhunde suchten mit. Beim Bergen von Trümmerteilen waren auch mehrere Radlader, Bagger und Kräne im Einsatz.
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