Tagger, Kraus in Rom out, Potapova in Runde zwei
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von AgenturenTagger musste sich Sakkari beugen
Bild: APA/APA/BARBARA GINDL/BARBARA GINDL
Einen Sieg und zwei Niederlagen hat es für Österreich beim WTA-1000-Turnier am Mittwoch in Rom gegeben. Lucky Loser Lilli Tagger verlor gegen die Griechin Maria Sakkari (WTA-41.) nach 2:21 Stunden 7:5,3:6,0:6. Nach einer Regenunterbrechung gewann Anastasia Potapova nach hartem Kampf gegen die Ungarin Dalma Galfi nach einem 2:4 im dritten Satz nach 2:33 Stunden 5:7,6:2,6:4. Sie spielt nun gegen Karolina Muchova (CZE-11). Sinja Kraus verlor gegen Elisabetta Cocciaretto.
Potapova war nach ihrem Sieg sehr happy. "Ich bin ein bisschen erschöpft, es war ein sehr langer Tag und es waren sehr lange Tage seit Madrid", erinnerte sie an ihren Run als Lucky Loser bis ins Halbfinale. "Heute war der Schlüssel, fokussiert zu bleiben und um jeden Ball zu kämpfen. Ich habe auch bei dem 2:4-Rückstand das Gefühl gehabt, dass ich es schaffen kann." Sie freut sich nun auf den nächsten Test gegen die Weltranglisten-Elfte Muchova. "Es ist eine gute Gelegenheit, gegen sie zu spielen. Ich fühle mich gut, bin nicht verletzt, habe keinerlei Schmerzen. Das Ziel ist es, so viele Matches wie möglich zu bekommen gegen die Topspieler, sie ist eine davon."
Tagger vergab zweite Chance
Tagger führte 7:5,2:0 und hatte eine Chance zum 3:0 mit einem Doppelbreak. Dann riss aber der Faden bei der 18-jährigen Osttirolerin. Sie machte danach vor den Augen von Trainerin Francesca Schiavone nur noch ein Game. Im ersten Duell mit der kampfstarken Sakkari hatte sie dieses Jahr in der zweiten Runde von Indian Wells noch 5:7,0:6 verloren.
"Natürlich war es gestern am Abend ein sehr besonderer Moment, dass ich noch eine zweite Chance gekriegt habe als Lucky Loser", erzählte Tagger. Sie hatte in der zweiten Qualifikationsrunde gegen die Russin Alina Kornejewa überraschend glatt 3:6,3:6 verloren. Unmittelbar danach hatte Schiavone noch ein Training angesetzt und es wurde an der Bespannungshärte und der Vorhandtechnik gefeilt.
Tagger will aus Niederlagen lernen
Gegen Sakkari sah es zunächst weit besser aus als am Vortag. "Ich habe versucht, was ich gestern falsch gemacht habe, heute (anders) umzusetzen. Ich habe es richtig gemacht bis Hälfte zweiter Satz. Dann ist ein schwieriger Moment auf mich zugekommen, vor dem ich fast ein bisserl weggerannt bin", erklärte Tagger. Natürlich sei sie auch enttäuscht, aber "solche Matches tun mir nur gut, weil ich sehe, woran ich noch arbeiten kann".
Die Fans im Foro Italico seien teilweise überrascht, wenn sie sie Italienisch reden hören, berichtete sie. Ihr Bekanntheitsgrad steigt laut ihrer Ansicht aber weniger deshalb. "Es hängt auch mit der Francesca zusammen, extrem viele Leute kennen sie", sagte die Osttirolerin über die ehemalige French-Open-Siegerin und Weltranglistenvierte aus Italien. Einmal mehr bestätigte Tagger, dass ihr die andere Mentalität in Italien liegt. "Mir taugt's." Und dass sie nun immer häufiger auf den ganz großen Bühnen antritt, noch viel mehr. "Es ist schon noch was Neues. Aber wenn ich auf den Platz gehe, merke ich, dass es wirklich das ist, was ich will."
Noch nicht geklärt ist, ob Tagger vor ihrer Rückkehr zu den French Open (ab 24. Mai), wo sie im Vorjahr die erste Grand-Slam-Juniorinnensiegerin aus Österreich geworden war, noch ein Turnier spielt. "Es kann sein in Straßburg." Doch dies müsse sie erst mit ihrem Team besprechen.
Entourage schützt Jungstar
Tagger wird nach wie vor von ihrer Entourage sehr geschützt, einen nicht obligatorischen Medientermin nach ihrem eigentlichen Quali-Aus am Vortag hat sie nicht wahrgenommen. Der Jungstar soll so gut wie möglich abgeschirmt werden. Dass sie etwa auf Instagram kein Profil hat, im Gegensatz zu vielen Spielerinnen in ihrem Alter, hat damit aber wenig zu tun. "Ich bin ein bisserl so aufgewachsen mit meinen Geschwistern, dass man nicht so im öffentlichen Leben zeigt, was man macht. Es interessiert mich nicht wirklich bis jetzt. Früher oder später wird der Moment kommen."
Kraus auf Center Court auch gegen Fans
Sinja Kraus, die sich wie Potapova qualifiziert hatte, hatte am Abend nicht nur die Weltranglisten-41. Cocciaretto zur Gegnerin, sondern auch vor rund 5.000 Fans die Kulisse. Nach 96 Minuten verlor Kraus nach vor allem im zweiten Satz starker Gegenwehr 2:6,4:6. Sie hatte fünf Matchbälle abgewehrt, der sechste besiegelte dann ihr Aus.
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