Technischer Defekt Ursache für Schiffsuntergang auf Donau

Veröffentlicht:

von Agenturen

Die Feuerwehr barg die "MS Ana"

Bild: APA/APA/Fohringer/HELMUT FOHRINGER


- Anzeige -
- Anzeige -

Das älteste Passagierschiff auf der Donau - die "MS Ana" - ist am Osterwochenende gesunken und von der Berufsfeuerwehr geborgen worden. Während der Besitzer vermutet, dass das Schiff versenkt worden ist, ist es laut Angaben der Schifffahrtsaufsicht aufgrund eines technischen Defekts untergegangen. Das gab die Polizei auf APA-Anfrage bekannt.

Besitzer und Kapitän Franz Scheriau vermisst auch seine Fähre "Novara". Feuerwehrtaucher suchten diese bereits, konnten sie aber nicht finden. Scheriau hat Anzeige bezüglich Sachbeschädigung erstattet. "Ich bin vom Osterurlaub zurückgekommen und hab die 'MS Ana' an Land vorgefunden", berichtete Scheriau der APA.

"Wir wurden am Ostermontag gegen 7.30 Uhr von der MA 45 Wiener Gewässer informiert, dass ein Schiff auf Grund liegt", sagte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. Nur noch eine Mastspitze ragte aus dem Wasser. Feuerwehrtaucher befestigten Hebetonnen am Rumpf und machten das Schiff schwimmfähig. Mit einem Feuerwehrboot wurde es zur nächsten Einsetzstelle gebracht und dort von einem Feuerwehrkran auf den Treppelweg gehoben und an Land gesichert abgestellt.

Kapitän betreibt Schiffmuseum

Der pensionierte Kapitän Scheriau betreibt und bewohnt das Wiener Schiffmuseum an der Donau. Sein Hausboot ist die "Frederic Mistral", ein 1914 erbautes Dampfschiff. Zum Museum gehört auch die im Jahr 1894 erbaute "MS Ana", das älteste Passagierschiff auf der Donau, zugelassen für zwölf Personen.

Scheriau glaubt, dass das Schiff versenkt wurde. "Es hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein", sagte der Kapitän. Den Wert der "MS Ana", die er eigentlich verkaufen wollte, beziffert er mit 100.000 Euro, die Fähre soll rund 30.000 Euro wert sein.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken