Teheran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe und Hormuz-Öffnung
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von AgenturenSharif versucht eine weitere Eskalation zu verhindern
Bild: APA/APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Das meldete die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim in der Nacht auf Mittwoch. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi kündigte die Öffnung der für den weltweiten Erdölhandel sehr wichtigen Straße von Hormuz im Rahmen der Waffenruhe an. Trump hatte dies zur Bedingung für die Feuerpause gemacht.
In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der Meerenge ermöglicht werden, schrieb Araqchi in einer Erklärung. Trump hatte kurz zuvor erklärt, er sei bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn Teheran die blockierte Seestraße von Hormuz öffne. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Kurz vor Ablauf eines erneuten Ultimatums Trumps an den Iran hatte der Vermittler Pakistan zu einem erneuten Aufschub gedrängt. Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bat Trump auf X, "die Frist um zwei Wochen zu verlängern". In dieser Zeitspanne solle der Iran als Zeichen des guten Willens für zwei Wochen die Straße von Hormuz öffnen. Die USA und der Iran prüften zunächst den Vorschlag, ehe sich Trump nun zunächst einmal zu Wort meldete. Israel, das gemeinsam mit den USA seit Ende Februar Krieg gegen den Iran führt, will laut Quellen des israelischen Senders Kan die Waffenruhe offenbar ebenfalls achten. Das Portal ynet zitierte Quellen, wonach die Feuerpause auch für den Libanon gelten soll. Dort geht Israel massiv gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vor.
Sharif habe ihn gebeten, von seinen ultimativ angedrohten Angriffen auf iranische Stromkraftwerke und andere Infrastruktur abzusehen, schrieb Trump. Unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran "der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormuz zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen", schrieb Trump.
Ultimatum wäre in Kürze ausgelaufen
Der US-Präsident hatte Teheran bereits dreimal ein Ultimatum auferlegt und dieses jedes Mal wieder verschoben. Bei seiner neuesten Ankündigung vermied Trump diesmal eine konkrete Frist für eine Einigung mit dem Iran. Er schrieb lediglich: "Ein Zeitraum von zwei Wochen wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig zu formulieren und abzuschließen." Laut dem Nachrichtenportal Axios soll am Freitag eine erste Runde offizieller Verhandlungen USA-Iran in Islamabad stattfinden.
Ursprünglich hatte Pakistan nach US-Medienberichten eine Waffenruhe von 45 Tagen ins Gespräch gebracht. Der US-Präsident hatte dies als "wichtigen Schritt" bezeichnet, der allerdings nicht ausreiche. Ein ranghoher Vertreter des Iran hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Iran prüfe wohlwollend den Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe.
Sharif hofft auf baldige "substanzielle Ergebnisse"
Sharif schrieb weiter, die diplomatischen Bemühungen schritten voran. Er äußerte die Hoffnung, dass sie "in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen" könnten. Der pakistanische Regierungschef spielt eine zentrale Rolle bei den Bemühungen zur Beilegung des Iran-Krieges.
Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte der Iran nicht die Straße von Hormuz öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) legte Trump am Dienstag nach und drohte dem Iran mit der Auslöschung seiner "ganzen Zivilisation".
Trump hatte sein Ultimatum an den Iran ursprünglich bereits am 21. März gestellt. Danach verlängerte er es aber immer wieder. Zu den Bedingungen machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormuz verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms verpflichten.
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