U-Haft gegen Kufsteiner Drogen-Bande verlängert

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von Agenturen

Sechs Männer bleiben weiter in U-Haft

Bild: APA/APA/THEMENBILD/EXPA/JOHANN GRODER


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Sechs mutmaßliche Mitglieder jener kriminellen Vereinigung, die Kufstein mit Drogen versorgt haben soll, bleiben in U-Haft. Bei drei Inhaftierten steht die nächste Haftprüfung am 15. Juni an, bei einem weiteren ist die U-Haft bereits am Dienstag bis zum 12. Juni verlängert worden, bestätigte Klaus Jennewein, Sprecher des Landesgerichts Innsbruck, der APA am Freitag. Zwei weitere Tatverdächtige haben demnach auf eine Haftprüfung verzichtet und bleiben ebenfalls in Haft.

Grund der Verlängerung ist nach wie vor die Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr. Die Gruppe soll die Einfuhr und den Verkauf von zumindest zwölf Kilogramm Kokain und 680 Kilogramm Cannabis organisiert haben, wie die APA am Mittwoch berichtete. Mit dem Kokain soll in Wien, dem Raum Innsbruck und vor allem in Kufstein gehandelt worden sein. Kufstein genießt inzwischen den zweifelhaften Ruf der österreichischen Kokain-Hochburg: Seit Jahren belegt der Ort den ersten Platz des österreichischen Abwassermonitorings, wenn es um den Pro-Kopf-Verbrauch geht.

BKA und FBI zapften Handys an

Am 28. April war der Iraner Fariborz R., der mutmaßliche Kopf der Bande, in Wien festgenommen worden. Gleichzeitig schlugen die Ermittler bei drei weiteren Tatverdächtigen in Wien und einem mutmaßlichen Mittäter in Kundl zu. Bei Hausdurchsuchungen wurden ein halbes Kilogramm Cannabis, 85 Gramm Kokain und 80.000 Euro in bar sichergestellt. Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 44-jährige R. ein führendes Mitglied der Vereinigung ist. Die Bande soll seit Mitte Februar 2020 zumindest acht Millionen Euro erwirtschaftet haben. Die Ermittlungen dauern noch an. Zentral sind dabei Chats, die vom Bundeskriminalamt gemeinsam mit dem FBI von vermeintlich abhörsicheren Kryptohandys ausgelesen wurden.

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