"Vienna a Venezia": Wiener Kunst als Biennale-Ergänzung

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Andrea Bischof in Venedig

Bild: APA/Wolfgang Huber-Lang


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Wiener Kunst ist ab Donnerstag in einem venezianischen Palazzo zu sehen. Mit der Schau "Vienna a Venezia" schielt ein Trio auf das internationale Publikum. Wobei der Titel eine kleine Irreführung darstellt: Andrea Bischof (63) stammt aus Schwaz in Tirol, Peter Baldinger (67) aus Linz und Jakob Gasteiger (73) aus Salzburg. Doch die Drei bieten im Palazzo Pisani Revedin in der Nähe der Rialto Brücke gute Gründe, die einen Abstecher vom Biennale-Trubel rechtfertigen.

Bischof etwa hat mit "Il grande spettacolo in cielo" jenes Großformat in die Lagunenstadt transferiert, das in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Dresdner Zwinger zu sehen war. Neben vier weiteren Gemälden ist das acht Meter breite Bild im ersten Raum der kleinen Schau zu sehen - für die Künstlerin, die am Lido ein Atelier besitzt, auch eine Art Heimkehr, hat sie sich doch nicht nur vom venezianischen Licht, sondern auch von den venezianischen Meistern inspirieren lassen.

Auch Baldinger hat sich intensiv mit Malern wie Tizian oder Tintoretto beschäftigt. Diesmal zeigt er jedoch eine Serie aus seinem Zyklus "Visconti-Suite", in dem er Filmszenen des vor 50 Jahren verstorbenen Meisterregisseurs des Neorealismus in seinen typischen Techniken diffus macht und vergröbert - ein reizvoller Effekt in den Salons des historischen Gebäudes. Das Kontrastprogramm liefert Jakob Gasteiger, der einige seiner mit Rakel oder Kammspachtel geschaffenen, monochromen und mit ihrem Relief Richtung Skulptur strebenden Bilder nach Venedig gebracht hat. Die Ausstellung ist bis 30. Mai zu sehen.

(S E R V I C E - "Vienna a Venezia" von 6. bis 30. Mai, Dienstag bis Samstag von 10.30-13.30 Uhr und von 14-18 Uhr, Sonntag 10.30-13 Uhr im Palazzo Pisani Revedin, Campo Manin San Marco 4013/A. www.palazzopisanirevedin.it/en/ )

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