WAC sendet spätes Lebenszeichen im Abstiegskampf

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Pink sorgte für Wolfsberger Durchatmen

Bild: APA/APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER/EXPA/STEFAN ADELSBERGER


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Mit dem ersten Sieg seit Anfang Dezember hat sich der Wolfsberger AC im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der lange Zeit verletzte Edeljoker Markus Pink sorgte am Samstag für einen viel umjubelten 1:0-Erfolg über den GAK, der die Ausgangsposition für die letzten drei Runden massiv verbesserte. "Dank des späten Lucky Punchs ist uns ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen", sagte Thomas Silberberger nach seinem ersten Dreier als WAC-Coach.

Damit löste der Tiroler auch sein Versprechen ein, das er Präsident Dietmar Riegler anlässlich dessen 60. Geburtstag am Morgen des Spieltags gegeben hat. "Ich habe ihm geschrieben, dass wir heute zu hundert Prozent gewinnen. Während des Spiels war ich zwar ein wenig unsicher, ob ich das Versprechen einlösen kann. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass wir noch ein Tor machen", erzählte Silberberger. Die Situation bleibe aber weiterhin kritisch. "Außer dem Geburtstag unseres Präsidenten haben wir noch keinen Grund zum Feiern."

Pink: "Eines der wichtigsten Tore meiner Karriere"

Zum Erlöser des WAC avancierte Markus Pink mit seinem Treffer in der 84. Minute. Jener Mann, dem nach einem Anfang Februar erlittenen Innenbandriss im Knie viele das vorzeitige Saisonende prophezeit hatten. Die Reha verlief schneller als erwartet, womit Pink den Kärntnern mit "einem der wichtigsten Tore meiner Karriere" drei elementar wichtige Punkte bescherte. Seine Mannschaft sieht er für das Finale im Abstiegskampf gerüstet: "Heute haben alle gesehen, dass einer für den anderen lebt und arbeitet."

Einen Punkt liegen die weiter letztplatzierten Wolfsberger hinter dem GAK und Blau-Weiß Linz. Auch die WSG Tirol und Altach, der nächste Gegner des WAC, sind noch nicht gerettet. "Es folgen jetzt nur noch direkte Duelle um den Abstieg. Nächste Woche wollen wir Altach wieder mit ins Boot holen", blickte Silberberger voraus.

In Graz spitzt sich die Lage indes weiter zu. Nach vier sieglosen Spielen befindet sich der GAK laut Ferdinand Feldhofer "schärfer denn je" im Abstiegskampf. "Das war so keinesfalls geplant. Ich finde, dass wir die aktivere Mannschaft waren und das Spiel unter Kontrolle hatten. Das Tor entsteht dann aus einer unglücklichen Situation. Ein extrem bitterer Moment", meinte der Trainer. Bitter auch, weil Assistgeber Fabian Wohlmuth nach einem harten Einsteigen gegen Ramiz Harakate nach Ansicht Feldhofers nicht mehr am Platz hätte stehen dürfen. "Es ist katastrophal, dass das keine Rote Karte ist."

Spannung durch "teuflisches Format"

Viel Spannung gibt es auch im Kampf um das Europacup-Play-off, dafür hat die WSG Tirol mit einem 1:0 gegen die SV Ried gesorgt. Die Innviertler wären mit einem Erfolg davongezogen, ein Eigentor von Peter Kiedl (55.) ließ das Spitzentrio aber auf zwei Punkte zusammenrücken. "Ich sage seit Tag eins des unteren Play-offs, das ist ein teuflisches Format, wo Woche für Woche sich so schnell die Dynamiken ändern können", meinte Ried-Trainer Maximilian Senft, dessen Team die Qualifikationsgruppe je zwei Punkte vor WSG und Altach anführt.

Senft ist zuversichtlich, dass man den Rückschlag nach davor acht Punkten aus vier Spielen schnell abhaken wird. Bis zum Gastspiel in Tirol "haben wir uns eine sehr gute Position geschaffen. Ich weiß, dass unsere Mannschaft das einmal verdauen muss, aber die nächsten drei Wochen wird man eine SV Ried sehen, die in ihrer Art und Weise so spielt, wie sie das schon die ganze Saison macht", gab er sich im Sky-Interview überzeugt. Der Coach war nicht nur mit der Leistung seiner Elf unzufrieden, sondern auch, dass kurz vor der Pause ein Treffer wegen Torhüter-Behinderung aberkannt wurde: "In Österreich ist das Foul, international nirgends."

Der Sieg der WSG war jedenfalls verdient. Die Wattener machten in der englischen Woche mit den zwei Remis gegen Altach und dem ersten Saisonsieg gegen Ried große Schritte Richtung Klassenerhalt und halten weiter bei vier Punkten Vorsprung auf den WAC. "Es war ein aufgeheiztes Spiel mit sehr vielen Zweikämpfen. Wir haben gewusst, dass solche Tugenden gefragt sind, diese Situationen sauber zu lösen. Das haben die Jungs gut gemacht", lobte Trainer Philipp Semlic seine Spieler. Mit einem Sieg nächsten Samstag beim GAK könnten die Tiroler daher schon den Verbleib in der Bundesliga fixieren. "Wir wissen, dass wir in Graz die Chance haben, den nächsten Schritt zu machen. Das war heute ein erster, weiterer Schritt von uns, aber definitiv noch nicht mehr", sagte Semlic im Sky-Gespräch.

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