Fallzahlen
Wie sieht es mit dem Hantavirus in Österreich aus?
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN News:newstime
Was ist das Hantavirus?
Videoclip • 02:09 Min • Ab 12
Die Zahl der Infektionen mit dem Hantavirus in Österreich war in den vergangenen Jahren von deutlichen Schwankungen gekennzeichnet. Den höchsten Wert seit 2014 verzeichneten die Gesundheitsbehörden 2019 mit 276 Fällen. Im Vorjahr kam es hingegen lediglich zu 32 Ansteckungen, 2024 hingegen gab es 19 Fälle.
Das zeigt eine Statistik der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
Die zweithöchsten Infektionszahlen in der Statistik der vergangenen elf Jahre wurden 2019 registriert mit 233 Fällen. Im folgenden Jahr sank die Zahl auf 24 Fälle, 2023 folgte ein Anstieg: 97 Menschen steckten sich in Österreich mit dem Hantavirus an, was einem Schnitt von 1,1 Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern entspricht.
Finnland 2023 Spitzenreiter bei Fallzahlen
Österreich lag in diesem Jahr damit leicht über dem EU-Schnitt von 0,4 Ansteckungen pro 100.000 Personen. Das zeigt der 2025 erhobene Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).
Spitzenreiter in der EU-Statistik für 2023 waren Finnland mit 806 Fällen (14,5 pro 100.000 Personen), Deutschland mit 335 (0,4 pro 100.000 Personen) sowie Schweden mit 157 Fällen (1,5 pro 100.000 Personen). Aktuellere Zahlen für Europa lagen noch nicht vor.
Andesvirus hochansteckend
Bei Hantaviren handelt es sich um RNA-Viren, die durch die Ausscheidungen von Nagetieren wie beispielsweise Mäusen oder Ratten auf den Menschen übertragen werden können. Weltweit kommen verschiedene Spezies vor. Diese lösen Infektionen mit unterschiedlichen Krankheitsverläufen aus. Während in Mitteleuropa am häufigsten die Spezies Puumala-Virus (PUUV) und Dobrava-Belgrad Virus Typ Kurkino (DOBV Typ Kurkino) vorkommt, sind in Südamerika hochansteckendere Stämme dominant.
Bei jenem als Andesvirus bekanntem Stamm sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden auch Infektionen zwischen Menschen bei engem, länger andauerndem Kontakt möglich. In Fachkreisen ist von mehr als 38 Virenstämmen die Rede.
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