"Zack bumm!": Musiktheater für Kinder uraufgeführt

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"Zack bumm!": Schlussapplaus im Berio-Saal

Bild: APA/Wolfgang Huber-Lang


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"Na bumm!" Das war aus dem Publikum während der Uraufführung von "Zack bumm!" am Samstagvormittag im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses nicht zu hören. Dafür war Elisabeth Naskes Musiktheaterstück für Kinder ab sechs Jahren trotz der abschließenden "Flugshow" zu wenig spektakulär. "Aua!" tönte es jedoch sehr wohl zurück. Im Zentrum steht nämlich ein Sturz aus dem Nest, bei dem ein kleiner Vogel auf den Kopf fällt. Mehr als "Zack bumm!" kann er danach nicht mehr sagen.

Elisabeth Naske, erfahrene Komponistin im Bereich des Musiktheaters für Kinder und Jugendliche, hat sich in ihrem neuesten Werk das im Jahr 2000 erschienene Buch von Heinz Janisch und Helga Bansch (Illustrationen) zur Vorlage genommen. Dass es kein Libretto braucht, denn außer "Zack bumm!" gibt es keinen Text, macht die Produktion auch für internationale Gastspiele geeignet. Das Konzept von Elisabeth Naske, die Regie von Ela Baumann und die Ausstattung von Hanna Naske sind reisekompatibel und setzen auf Minimalismus.

Die Stimmen des Waldes

In einem angedeuteten Wald werden zunächst seine Bewohner eingeführt. Die von Rebekah Wild gebauten Tierfiguren erhalten durch Fagott, Klarinette, Oboe und Schlagwerk ihre Stimmen. Fuchs und Reh, Mäuse und Eichhörnchen, Wildschwein und Bär scheinen gut miteinander auszukommen. Im Zentrum steht der kleine Vogel Sigmund mit seinen Eltern, die ihrem Sprössling viel Liebe geben, in der Figurenführung von Katharina Halus aber die Köpfe meist hängen lassen. In Verbindung mit dem zunehmend verzweifelten "Zack bumm!" des Vögelchens ergibt das eine melancholische Atmosphäre.

Kinder gelten als gnadenlos ehrliches Publikum. Und so begann sich nach einem Drittel der insgesamt 50 Minuten allmählich Unruhe breit zu machen. Vermisst wurden Spaß und Action, Fröhlichkeit und Handlung. Lange widmet sich die ausgefeilte Musik in aller Ruhe dem Leiden des beeinträchtigten Vogels. Sigmund landet nicht beim Psychotherapeuten oder beim Logopäden, begegnet aber einem alten Hasen, der ihm wieder Lebensmut gibt. So gibt es doch ein Happy End: Der kleine Vogel wird eben kein Sänger, sondern Flugakrobat - und zieht auch ganz ohne Zwitschern beim "Waldfest" das Publikum in seinen Bann.

(Von Wolfgang Huber-Lang/APA)

(S E R V I C E - Elisabeth Naske: "Zack bumm!", nach dem Kinderbuch von Heinz Janisch und Helga Bansch. Uraufführung im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses, Regie: Ela Baumann, Ausstattung: Hanna Naske, Puppendesign, Puppenbau: Rebekah Wild, Puppenspiel: Katharina Halus, Schlagwerk: Sebastian Pauzenberger, Fagott: Christian Walcher, Klarinette: Felicia Bulenda, Oboe: Tanja Beranek. Weitere Aufführungen: 31.5., 11 und 14 Uhr, www.konzerthaus.at )

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