Zoo Schmiding in Oberösterreich begrüßte Giraffenbaby "Moyo"

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Giraffenbaby "Moyo" mit Muttertier "Sarah" im Zoo Schmiding.

Bild: APA/Zoo Schmiding/Peter Sterns


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Vor wenigen Tagen hat Giraffe Sarah im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels ihren Giraffenbullen "Moyo" zur Welt gebracht; und das sehr ungewöhnlich mitten am Tag. Tierpfleger überwachten die Geburt im Stall, der kleine Moyo plumpste aus rund zwei Metern Höhe zu Boden. "Ein wichtiger Moment, denn genau dieser 'Geburtssturz' hilft dabei, Kreislauf und Atmung des Jungtiers in Gang zu bringen", erklärte Tierpflegerin Selina Wiener.

Das Jungtier erhielt den Namen "Moyo", übersetzt: "Herz", weil seine besondere Fellzeichnung auf einer Körperseite an ein kleines Herz erinnert. Mojo ist wohlauf. Kurz nach seiner Geburt versuchte er bereits aufzustehen "und wenig später konnten wir ihn schon beim Trinken der ersten Schlucke Muttermilch beobachten", so die Tierpflegerin in einer Presseaussendung des Zoos am Dienstag. Mittlerweile unternimmt der junge Giraffenbulle erste Ausflüge in der Außenanlage.

Seltene, bedrohte Nubische Giraffen

Moyo ist bereits das neunte Giraffenjungtier, das in den vergangenen Jahren in dem oberösterreichischen Tiergarten geboren wurde. Die Giraffen im Zoo Schmiding gehören zur besonders seltenen Unterart der Nubischen Giraffen. "Nubische Giraffen sind eine Unterart der Nord-Giraffe, sie gehören zu den am meisten gefährdeten Giraffen und wurden von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als vom Aussterben bedroht klassifiziert. Von ihr leben in der Natur nur noch etwa 455 adulte Tiere. Der Nachzucht in den Zoos im Rahmen internationaler Erhaltungszuchtprogrammen kommt daher größte Bedeutung zu", erklärte Zoodirektor Andreas Artmann.

Als zoologisch besonders interessant hob er hervor, dass Giraffen früher als eine Art mit zahlreichen Unterarten angesehen wurden. Moderne genetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass Giraffen deutlich stärker voneinander unterschieden werden müssen als lange angenommen. Erst seit 2025 werden Giraffen nach einer Studie der IUCN in vier Arten eingeteilt: die Nord-Giraffe, die Netzgiraffe, die Süd-Giraffe und die Massai-Giraffe. "Diese neue Einteilung ist für den Artenschutz sehr wichtig, denn nur wenn genau bekannt ist, welche Arten und Populationen es überhaupt gibt, kann man auch beurteilen, wie stark einzelne Gruppen bedroht sind," sagte Artmann.

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