JA Klagenfurt

19-jähriger Häftling tot aufgefunden: : Tatverdächtiger ist 17 Jahre alt

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von Quelle: APA, JOYN News

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Toter Häftling in JA Hirtenberg: Kommission sieht systemische Mängel

Videoclip • 07:36 Min


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Ein 19-jähriger Häftling der Justizanstalt (JA) Klagenfurt ist in den frühen Morgenstunden tot in einem Zwei-Personen-Haftraum aufgefunden worden. Er dürfte Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein. Das gab das Justizministerium (BMJ) am Dienstagvormittag bekannt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 19-jähriger Häftling wurde am Dienstag in der Justizanstalt Klagenfurt tot aufgefunden.

  • Es besteht Mordverdacht: Der erst 17-jährige Mitinsasse des 19-Jährigen gilt als Tatverdächtiger.

Als dringend tatverdächtig gilt der Mitinsasse des 19-Jährigen, ein erst 17 Jahre alter Jugendlicher. Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen wegen Mordverdachts aufgenommen.

Der 19-Jährige und der um zwei Jahre jüngere Bursch waren im sogenannten Normalvollzug auf der Jugendabteilung der JA Klagenfurt untergebracht. Der 17-Jährige befand sich in U-Haft, der junge Erwachsene in Strafhaft. Keiner von beiden saß wegen schwerster Gewaltdelikte im Gefängnis.


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Justizwache entdeckte Leblosen

Vorerst unklar ist, wie lange sie sich eine Zelle teilten und was sich in den Morgenstunden im Haftraum abgespielt hat. Der dort für Notfälle befindliche Alarmknopf wurde offenbar nicht ausgelöst. Die Justizwache entdeckte am Morgen den leblosen 19-Jährigen und schlug Alarm. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Häftlings feststellen.

Wie Tina Frimmel-Hesse, Leiterin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, sagte, wurde eine Obduktion angeordnet, aber noch nicht durchgeführt. Zu den näheren Tatumständen hielten sich die Klagenfurter Anklagebehörde und das Justizministerium (BMJ) im Hinblick auf die angelaufenen Ermittlungen vorerst bedeckt. "Der Fall wird selbstverständlich vollständig - auch intern - aufgeklärt werden. Unser tiefes Mitgefühl gehört den Angehörigen des Opfers", meinte eine BMJ-Sprecherin gegenüber der APA.

Volksanwältin Schwarz "erschüttert"

"Erschüttert" über das Tötungsdelikt zeigte sich die für den Strafvollzug zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz (ÖVP). "Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Justizministeriums sind abzuwarten. Ich vertraue auf eine rasche und lückenlose Aufklärung", meinte Schwarz gegenüber der APA.

Beim Tatverdächtigen handelt es sich nicht um den Villach-Attentäter, der am 15. Februar 2025 einen 14-Jährigen vorsätzlich erstochen hatte und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Das bekräftigte das Justizministerium und trat damit kursierenden Spekulationen entgegen. Der Syrer - er gilt als gefährlichster Häftling Österreichs - wurde mittlerweile in die JA Stein verlegt.

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