Von Kostümen und Krapfen
Faschingsdienstag 2026: Ursprung und Bräuche
Veröffentlicht:
von Luna BasBild: APA/dpa/Peter Kneffel
Mit dem Faschingsdienstag findet die alljährlich bunt zelebrierte "Fasnachtszeit" ihren Höhepunkt. Welchen Ursprung dieser jedoch hat und wie er errechnet wird, wissen nur wenige.
Das Wichtigste in Kürze
Der 11. November läutet die Faschingszeit ein, die mit dem Rosenmontag und Faschingsdienstag ihren Höhepunkt und ihr Ende findet.
Im Westen Österreichs werden an diesem Tag bunte Umzüge mit kostümierten Gruppen gefeiert, die Konfetti, Süßigkeiten werfen, musizieren und Unfug treiben.
Weltweit wird Karneval unter verschiedenen Namen gefeiert – als "Mardi Gras" (Französisch), "Shrove Tuesday" und "Pancake Tuesday" (Englischsprachig).
Der Faschingsdienstag stammt aus der römisch-katholischen Kirche und war ursprünglich als Beichtdienstag bekannt.
Er markiert den Abschluss des 40-stündigen Gebets, in dem Fehltritte während der Faschingszeit gesühnt werden, und dient als geistliche Vorbereitung auf die Fastenzeit.
Weltweite Feiern am Dienstag
Jahr für Jahr läutet der 11.11 die, in weiten Teilen Österreichs auch als "fünfte Jahreszeit" bekannte, Faschingszeit ein. Mit dem Rosenmontag und dem Faschingsdienstag findet diese gleichzeitig ihren Höhepunkt und ihr Ende.
Gefeiert wird das vor allem im Westen des Landes mit bunten Umzügen, bei denen kostümierte Gruppen vor Schaulustigen Konfetti und Süßigkeiten werfen, musizieren und Unfug treiben.
Aber nicht nur im deutschsprachigen Raum erfreut sich dieser Tag an Beliebtheit - international werden mit "Mardi Gras", "Shrove Tuesday" und "Pancake Tuesday" Karneval gefeiert.
Mehr lesen: Fasching in Österreich: So feiern die Bundesländer
Seinen Ursprung findet der Faschingsdienstag ebenfalls in der römisch-katholischen Kirche. Damals noch als Beichtdienstag bekannt, gilt er zudem als Abschluss des 40-stündigen Gebets, in dem etwaige Fehltritte während der Faschingszeit gesühnt werden sollen. Gleichzeit fungiert es als geistliche Vorbereitung auf die Fastenzeit.
Der Krapfen: Eine süße Fasnachtsversuchung?
Ein Überbleibsel aus alten Tagen ist der hierzulande, allseits beliebte Faschingskrapfen. Sein Aufkommen rührt daher, dass früher am Karnevalstag all jene Speisen aufgetischt wurden, die während der Fastenzeit verboten waren.
Das betraf vor allem zuckerhaltige, fettige und deftige Mahlzeiten. Daher galt es, sich vor der Fastenzeit nochmal richtig satt zu essen. Mancherorts ist dieser Tag daher auch als "Fetter Dienstag" ein Begriff.
Mehr lesen: Woher kommt eigentlich der Faschingskrapfen?
Wie wird der Faschingsdienstag berechnet?
Wie der Name bereits verrät, fällt der Tag jährlich auf einen Dienstag. Das Datum jedoch mag variieren. Ausschlaggebend ist die Berechnung des Ostersonntags, welche nach Berücksichtigung des Mondkalenders erfolgt.
Exakt 46 Tage zuvor (=Zeitraum der Fastenzeit) findet der Aschermittwoch statt, was somit auch das Datum des Faschingsdienstags festlegt. Dennoch gibt es eine Eingrenzung: Der Tag kann frühestens auf den 3. Februar und spätestens auf den 9. März fallen.
Was hat es mit dem Fasching auf sich?
Woher der Fasching genau stammt, ist schwer zu beantworten. Fakt ist, dass sowohl im Mittelalter, als auch im alten Rom und Griechenland ähnliche Zelebrierungen um diese Jahreszeit stattfanden. Anders als heute, lagen diese damals noch der Gottesverehrung, der Austreibung des Winters bzw. der Vertreibung von Winterdämonen zugrunde.
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Das Vertreiben des Winter ist auch heute noch, beispielsweise in Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz und Süddeutschland, gebräuchlich.
Am "Funkensonntag", dem Sonntag nach Aschermittwoch werden dort traditionsgemäß meterhohe Holztürme in sämtlichen Gemeinden entzündet. An der Spitze prangt eine (meist weiblich konnotierte) Figur, die sobald sie Feuer fängt, explodiert. Dem Brauch zufolge, soll dieses Ritual den Winter endgültig verabschieden.
Der Funkensonntag hält eine langjährige Tradition in Vorarlberg inne.
Bild: APA/APA/THEMENBILD/STIPLOVSEK DIETMAR
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