Nach "Vergeltungsliste"
Iran-Krieg: "Keine konkrete Gefährdung" für Anschläge in Österreich
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von Quelle: APA, JOYN NewsTEHRAN - IRAN: The Iranian flag flutters near the Milad Tower, part of the International Trade and Convention Center of Tehran, in the capital on May 25, 2026. Iran's foreign ministry said on May 25, that Tehran was collecting fees for "navigational services" on ships transiting the strategic Strait of Hormuz, rather than imposing tolls. (Photo by ATTA KENARE / AFP) /.
Bild: APA/APA/AFP/ATTA KENARE
Nach der Veröffentlichung einer iranischen "Vergeltungsliste" mit unter anderem dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz warnen mehrere deutsche Politiker vor Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland. In Österreich sieht man bisher aber keine konkrete Gefahr für Anschläge durch iranische Gruppen, teilte das Innenministerium am Montag auf APA-Anfrage mit.
Das Wichtigste in Kürze
In Österreich sieht man bisher keine konkrete Gefahr für Anschläge durch iranische Gruppen, teilte das Innenministerium mit.
"In Bezug auf iranische und proiranische Akteure liegen zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Gefährdungen vor."
Damit würde "auch keine konkrete Gefahr für Anschläge entsprechender Gruppen" einhergehen. Die allgemeine Gefährdungslage sei allerdings hoch, im gesamten Bundesgebiet gelte seit Oktober 2023 die zweithöchste Terrorwarnstufe.
Iranische Zeitung veröffentlichte "Vergeltungsliste"
Dem Innenministerium zufolge beobachten iranische Nachrichtendienste gezielt iranische Oppositionelle, Medien, Menschenrechtsorganisationen und Minderheiten, um diese gegebenenfalls zu unterdrücken oder für eigene Zwecke zu nutzen. Derartige Repressionsmaßnahmen gegen Oppositionelle im Ausland sowie gegen Teile der Diaspora seitens des Irans würden jedoch kein neues Phänomen darstellen. "Internationale, geopolitische Entwicklungen werden von den Sicherheitsbehörden in Österreich intensiv beobachtet und haben regelmäßig Einfluss in allen Bereichen des Extremismus."
Die iranische Tageszeitung "Hamshahri" hatte am Samstagabend eine Liste mit 13 westlichen Politikern veröffentlicht, die für den Tod des früheren geistlichen Führers Ali Khamenei "bezahlen" sollen. Auf einem Schaubild auf der Website der Zeitung waren neben dem Merz auch US-Präsident Donald Trump, der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer zu sehen.
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