2025 deutlich weniger Fahrräder in Österreich gestohlen

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von Agenturen

Die beste Diebstahlprävention ist laut VCÖ eine gute Sicherung

Bild: APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER


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2025 sind rund 13 Prozent weniger Fahrräder in Österreich gestohlen worden als noch 2024. Insgesamt sind laut dem Innenministerium 16.932 Diebstähle bei der Polizei gemeldet worden, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag mitteilte. Hotspot für Fahrraddiebe blieben die Landeshauptstädte, zwei Drittel aller Räder verschwanden dort. Der VCÖ forderte unterdessen mehr sichere Fahrrad-Abstellplätze, da diese eine wichtige Diebstahlprävention seien.

2024 hatte es noch 19.455 Fahrraddiebstähle gegeben. Im Vorjahr gab es dann den deutlichen Rückgang. "Das ist der zweitniedrigste Wert seit dem Jahr 2000. Nur im Jahr 2022 gab es mit 16.824 weniger Fahrraddiebstähle als im Vorjahr", berichtete VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Geklärt werden konnten 1.570 Fahrraddiebstähle. Die Aufklärungsquote lag somit bei nur 9,3 Prozent. Insgesamt gibt es in Österreich mehr als sieben Millionen Fahrräder.

Salzburg ist Hochburg für Fahrraddiebe

Den prozentuell stärksten Rückgang gab es 2025 demnach im Burgenland mit 29,3 Prozent vor Kärnten und Niederösterreich. In absoluten Zahlen nahm in Wien mit 1.096 die Zahl der Fahrraddiebstähle am stärksten ab. Nur in der Steiermark (plus 6,3 Prozent) und in Salzburg (plus 4,0 Prozent) wurden im Vorjahr mehr Fahrräder gestohlen als 2024.

Hochburgen für Radentwendungen waren die Landeshauptstädte: Pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner wies die Stadt Salzburg mit 66 Fahrraddiebstählen den höchsten Wert auf vor Innsbruck mit 55, Graz mit 49, Klagenfurt mit 45, Linz mit 44 und Wien mit 29. Die wenigsten Fahrraddiebstähle gab es im Bezirk Feldkirchen mit zwei, vor dem Bezirk Zwettl mit drei sowie den Bezirken Güssing, Hermagor und Murau mit jeweils vier Diebstählen. Außerhalb der Hauptstädte wurden mit 352 die meisten Fahrräder im Bezirk Dornbirn gestohlen.

Zahlen in letzten zehn Jahren gesunken

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Fahrraddiebstähle deutlich gesunken. Im Jahr 2015 wurden in Österreich noch 28.018 Fahrräder als gestohlen gemeldet. "Mit der Zunahme an hochpreisigen Fahrrädern hat sich die Qualität der Sicherungssysteme verbessert, auch das Bewusstsein, das Fahrrad sicher abzusperren, ist gestiegen. Zudem gibt es mittlerweile mehr Abstellplätze und absperrbare Radboxen, etwa bei Bahnhöfen. All das trägt zur Reduktion der Fahrraddiebstähle bei", erklärte VCÖ-Sprecher Gratzer.

Ausreichend viele und sichere Fahrrad-Abstellplätze seien eine wichtige Diebstahlprävention, vor allem an stark frequentierten Orten, wie Einkaufsstraßen, Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen, betonte der VCÖ. Auch bei Bahnhöfen, U-Bahnstationen und insbesondere in den Regionen bei Bushaltestellen sind ausreichend Abstellplätze wichtig, da das Fahrrad ein wichtiger Zubringer zum Öffentlichen Verkehr sei. Bushaltestellen, an denen Fahrrad-Abstellplätze fehlen, können noch bis 30. April bei der VCÖ-Initiative "Haltestellen im Fahrgast-Check" gemeldet werden. Der VCÖ sammelt laut eigenen Angaben die Einträge und leitet sie an die zuständige Stelle weiter.

Der VCÖ empfahl, abgestellte Fahrräder immer abzusperren und darauf zu achten, dass der Rahmen mit dem Schloss an einem Fahrradbügel befestigt wird. Werde nur das Vorderrad am Fahrradständer angehängt, bestehe die Gefahr, dass das Rad abmontiert und der Rest des Fahrrads gestohlen wird. Bei hochwertigen oder neueren Fahrrädern sei deswegen eine Diebstahl-Versicherung zu empfehlen, bei der auch Teildiebstahl inkludiert ist. Zudem sei es hilfreich, die Rahmennummer des Fahrrads zu notieren, so könne ein wiedergefundenes Fahrrad leichter an die rechtmäßige Besitzerin bzw. den Besitzer übergeben werden.

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