Entsorgung
Warum alte Fernseher nicht im Keller verräumt werden sollten
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsBei der Fußball-WM wird besonders viel ferngeschaut
Bild: APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
Das Wichtigste in Kürze
Vor der Fußball-WM kaufen viele neue Fernseher, alte Geräte sollten aber fachgerecht recycelt statt gelagert werden.
TVs enthalten wertvolle Rohstoffe und Schadstoffe, deshalb können alte Geräte kostenlos beim Händler oder Recyclinghof abgegeben werden.
Fast so traditionell wie die alle vier Jahre stattfindende Männerfußball-WM selbst ist die Hochkonjunktur für Händler von TV-Geräten in den Tagen und Wochen vor dem Eröffnungsspiel. Für Konsumenten stellt sich jedoch eine Frage in Zusammenhang mit den Altgeräten: Wohin damit, wenn es keine Verwendung mehr dafür gibt?
Wichtig sei eine fachgerechte Entsorgung beim Handel oder in Altstoffsammelzentren, erklärte der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) am Montag
Da in den Geräten wertvolle Rohstoffe wie Eisen, Kupfer und Gold stecken, sollten sie keinesfalls im Keller verräumt werden. Selbes gilt auch für Smartphones und sonstige ausgediente Geräte.
Doch Elektroschrott sei einer der am stärksten zunehmenden Abfallströme in der Europäischen Union und nur 40 Prozent würden recycelt.
Bei der getrennten Sammlung von Altgeräten liegen Österreicherinnen und Österreicher allerdings im EU-Spitzenfeld: "Bei Bildschirmen, also Fernsehern und Monitoren, lag die Sammelquote in Österreich im Jahr 2024 bei knapp 60 Prozent, davon wurden 73 Prozent wiederverwertet oder recycelt", hieß es vom VOEB. Dafür kaufe man hierzulande aber auch besonders viele neue Elektrogeräte.
Auch gefährliche Stoffe stecken in Fernsehern
"Gerade rund um Sport-Großereignisse wie die Fußball-WM sehen wir, dass viele Haushalte auf neue Geräte umsteigen. Funktionierende Altgeräte sollten dabei möglichst wiederverwendet oder weitergegeben werden. Ist eine Nutzung nicht mehr möglich, sollte man sie zeitnah fachgerecht entsorgen, statt defekte Fernseher weiter zu horten", betont Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB. Denn die kostbaren Rohstoffe können im Recyclingprozess herausgelöst und als Sekundärrohstoffe wieder eingesetzt werden. Ein weiterer positiver Effekt: Potenziell gefährliche Substanzen, wie Blei oder Quecksilber, werden ordnungsgemäß entsorgt und gefährden nicht Mensch oder Umwelt.
In spezialisierten Recyclingbetrieben werden die gefährlichen Substanzen abgetrennt und Materialien wie Metalle und Kunststoffe mechanisch separiert, um sie als Sekundärrohstoffe der Industrie wieder zuzuführen.
Hersteller und Händler sind in Österreich außerdem verpflichtet, Fernseher und andere Elektrogeräte zurückzunehmen. Wer einen neuen Fernseher kauft, kann das Altgerät also direkt beim Händler abgeben oder zum Recyclinghof oder Mistplatz bringen. "Die Infrastruktur für die Sammlung ist da, die Betriebe fürs Recycling sind da. Wir brauchen nur noch eine höhere Bereitschaft, sich von defekten Fernsehern endgültig zu trennen und diese korrekt zu entsorgen - mit oder ohne WM. Denn die darin enthaltenen Wertstoffe werden dringend anderweitig gebraucht. Jedes Gerät zählt", sagte Jüly.
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