Babler wettert bei Maiaufmarsch "Österreich-Trump"
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von AgenturenDie größte Kundgebung findet in Wien statt
Bild: APA/APA/FLORIAN WIESER/FLORIAN WIESER
Der Bundesparteivorsitzende der SPÖ, Vizekanzler Andreas Babler, hat beim roten Maiaufmarsch in Wien die Arbeit der SPÖ in der Bundesregierung gelobt - und versprochen, weiter für sozialdemokratische Prinzipien zu kämpfen. Man müsse zwar Kompromisse eingehen, sehe aber auch Erfolge etwa bei der Bekämpfung der Teuerung. FPÖ-Chef Herbert Kickl stehe hingegen auf der Seite der Autokraten. "Wir brauchen keinen Trump auf österreichisch, das ist unsere Message", befand Babler.
"Was für ein Bild, was für ein starkes Zeichen", freute sich Babler über die Tausenden Menschen, die mit Transparenten und Fahnen auf den Rathausplatz gekommen waren. Er gratulierte zunächst dem Wiener Landesparteivorsitzenden, Bürgermeister Michael Ludwig, zur "großartigen Stadtpartei". Man sei immer bestrebt, sozialdemokratische Prinzipien umzusetzen. "Es wird uns nichts geschenkt, wir brauchen alle unsere Kraft zum Durchkämpfen."
Appell für Frieden und Solidarität
Man sei stets auf der Seite der Demokratie gestanden, versicherte der Bundesparteichef. Auch habe man das Versprechen gehalten, Österreich einen rechtsextremen Bundeskanzler zu ersparen. Denn Rechtsextreme würden derzeit das Weltgeschehen durcheinanderbringen und zudem in ihren Ländern die demokratischen Errungenschaften bekämpfen, konstatierte Babler. "Es gibt nichts Wichtigeres, als dass die Waffen schweigen und Solidarität einzieht."
Zur "Achse des Chaos" der Autokraten gebe es auch einen heimischen Konnex. FPÖ-Chef Herbert Kickl und dessen Leute seien etwa die größten Zujubler von US-Präsident Donald Trump, hielt Babler fest. Darum sollten diese sich auch hinstellen und erklären, warum die Spritpreise steigen oder die Lebensmittel teurer würden. Bei Letzteren sei dies etwa der Fall, weil Düngemittel nicht durch die Straße von Hormuz gelangen könnten.
Man versuche jetzt, den "Renten- und Pensionsklau" von Schwarz-Blau zu reparieren, versprach der Vizekanzler. Die Pensionskürzungen damals seien nicht sozial gestaffelt gewesen. "Patriotisch ist nicht, wer am lautesten Österreich schreit, patriotisch ist, wer jeden Tag dafür arbeitet, dass es endlich wieder besser geht", zeigte sich Babler überzeugt. Es sei nicht leicht, in solch einer Regierungskonstellation, gestand er ein.
"Rekordbudgetdesaster übernommen"
Dazu komme die Situation des Haushalts: "Es ist ein Rekordbudgetdesaster, das wir übernommen haben." Es würde sich aber auszahlen, für das Land zu kämpfen und in der Regierung Kompromisse zu schließen. "Ihr habt gesehen, wie hart wir gerungen haben", verwies Babler auf die Verhandlungen zum Budget. Es sei gelungen, jene, "die sich immer gedruckt" haben, ordentlich zur Kasse zu bitten. Dazu würden etwa "Immobilienmenschen, die große Gewinne machen" oder Banken und Konzerne gehören.






