Biber-Feuchtgebiete speichern große Mengen Kohlenstoff

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Bild: APA/APA/dpa/Patrick Pleul


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Biber schaffen Feuchtgebiete, die bis zu zehn Mal mehr Kohlenstoff speichern als vergleichbare Flächen ohne Biber. Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal "Communications and Earth Environment", berichtete der WWF Österreich anlässlich des Welt-Biber-Tags am Dienstag. Der Biber leistet enormen Beitrag zum Klimaschutz, feierte die Umweltorganisation das Tier als "Klima-Held" und forderte mehr natürliche Lebensräume für den Nager, etwa durch ausgewiesene Uferrandstreifen.

"Der Biber ist eine Schlüsselart im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise. Er hält Wasser in der Landschaft und schützt uns vor Überschwemmungen und Dürren. Wer den Biber stärkt, stärkt unseren natürlichen Klimaschutz", betonte WWF-Expertin Sarah Layendecker. Es brauche Maßnahmen für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Wildtier. "Nur wenn Gewässer wieder mehr Platz bekommen, können Biber ihre ökologische Wirkung voll entfalten", erläuterte Layendecker.

Hunderte Tonnen CO2 gebunden

Durch das Aufstauen von Wasser schaffen Biber neue Feuchtgebiete, in denen sich Sedimente, Pflanzenreste und Totholz ansammeln. So werden im Boden langfristig große Mengen an CO2 gebunden und die Klimabelastung verringert. Die Ergebnisse der neuen Studie an einem Fluss in der Schweiz sind laut WWF eindrucksvoll: "Über einen Untersuchungszeitraum von 13 Jahren konnten Biber durch ihre Aktivitäten knapp 1.200 Tonnen CO2 binden. Das sind Werte, die sonst nur durch technische Maßnahmen möglich sind", berichtete Layendecker.

Feuchtgebiete, wie sie durch Biber entstehen, gehören damit zu den effektivsten natürlichen CO2-Speichern. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. "Wir brauchen dringend mehr naturbasierte Lösungen gegen die Klimakrise und ihre Folgen. Wenn wir den Biber bei seiner wichtigen Arbeit als Baumeister der Natur besser unterstützen, kann er uns dabei helfen einen wichtigen Beitrag zu leisten", so Layendecker.

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