Blinder Kampfsportler wird Minister in Ungarn

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Blinder Anwalt Vilmos Kátai-Nemeth wird Minister in Ungarn

Bild: APA/APA/AFP/FERENC ISZA


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Ungarns künftiges Regierungskabinett ist um eine Facette reicher. Wie der designierte Regierungschef Péter Magyar am Freitag mitteilte, wird in Ungarn erstmals ein Ministerium von einer blinden Person geleitet: Vilmos Kátai-Nemeth ist Anwalt und Träger des schwarzen Gürtels in der Kampfkunst Aikido, wie Kathpress meldet. Er soll Sozial- und Familienminister werden.

Laut Magyar ist die Ernennung naheliegend, da das entsprechende Ministerium für Barrierefreiheit und Chancengleichheit zuständig sei. "Als sehbehinderter Mensch kennt er die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen aus eigener Erfahrung", so Magyar. Kátai-Németh verlor seine Sehkraft im Alter von 16 Jahren. Er entwickelte unter anderem eine Selbstverteidigungsmethode für Sehbehinderte.

Bildungsforscherin Lannert wird Bildungsministerin

Als künftige Bildungsministerin nominierte Magyar am Freitag die Bildungsforscherin Judit Lannert. Zuvor war in Berichten mit der Generaldirektorin der Zisterziensischen Schulbehörde, Rita Rubovszky, eine bekannte Persönlichkeit des katholischen öffentlichen Lebens in Ungarn, für den Posten gehandelt worden. Das löste in den Sozialen Netzwerken eine intensive Debatte über die Trennung von Kirche und Staat aus.

In Ungarn findet am 9. Mai die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments statt. Magyar soll dabei als neuer Ministerpräsident vereidigt werden. Er löst Viktor Orbán nach 16 Jahren an der Regierungsspitze ab.

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