BW Linz gibt "Rote Laterne" mit 3:0-Heimsieg an WAC ab
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von AgenturenBlau-Weiß Linz schoss den WAC ans Tabellenende
Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER
Vier Runden vor Meisterschaftsende hat Blau-Weiß Linz die "Rote Laterne" in der Fußball-Bundesliga an den WAC abgegeben. Die Oberösterreicher feierten am Dienstag in der 6. Runde der Qualifikationsgruppe gegen die Kärntner einen 3:0 (1:0)-Heimerfolg und liegen nun einen Punkt vor dem Vorjahres-Cupsieger. Ried übernahm mit einem 2:1 gegen den GAK die Tabellenführung vor dem SCR Altach, der beim 0:0 gegen die WSG Tirol erneut nicht über ein Remis im Westduell hinauskam.
Verdienter Heimsieg für das Ex-Schlusslicht
Die Linzer zieren erstmals seit 23. November nicht mehr das Tabellenende. Blau-Weiß-Fans hatten in der Nacht ein Feuerwerk vor dem Mannschaftshotel des WAC gezündet. Ihre Mannschaft präsentierte sich dann nicht zuletzt beim Führungstreffer auf dem Platz vor 5.596 Zuschauern ausgeschlafener. Shon Weissman behauptete sich im Gerangel um den Ball robust gegen Dominik Baumgartner, der den Stand verlor und so dem Israeli Tür und Tor öffnete. Weissman schloss aus der Drehung zum 1:0 ab (29.). Die beste WAC-Chance vergab Dejan Zukic, der an Torhüter Nico Mantl scheiterte (36.).
Die Kärntner wurden zwar nach der Pause offensiver, aber nicht konkret genug. Die Vorentscheidung fiel nach einer Stunde. WAC-Routinier Nicolas Wimmer stoppte den durchbrechenden Weissman knapp vor dem Strafraum und sah Gelb (63.). Ein Ausschluss stand im Raum, Referee Sebastian Gishamer blieb nach Ansicht der TV-Bilder bei seiner Entscheidung. Ungeachtet dessen versenkte Nico Maier den fälligen Freistoß flach ins Tormanneck zum 2:0 (66.). Danach versuchte es der WAC vergeblich, den immer dichter werdenden Linzer Abwehrriegel zu knacken und Maier stellte noch auf 3:0 (94.).
Ried stürmt an die Spitze
In Ried stellte die giftigere Heimmannschaft in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg. Zwar gehörten die ersten beiden Warnschüsse GAK-Torjäger Ramiz Harakate. Danach übernahmen aber die Innviertler die Kontrolle und gingen durch Ante Bajic in Führung. Nach einem weiten Ausschuss von Tormann Andreas Leitner tauchte der Flügelspieler nach einem Sprint in die Tiefe alleine im GAK-Strafraum auf und schlenzte den Ball technisch versiert an Franz Stolz vorbei ins lange Eck (28.).
Wenig später war Bajic erneut maßgeblich am Torerfolg beteiligt. Er luchste GAK-Verteidiger Ludwig Vraa im Spielaufbau den Ball ab und bediente den freistehenden Kingstone Mutandwa, der aus zwölf Metern eiskalt ins linke Eck traf (35.). Zwar fanden die Gäste in der zweiten Hälfte mehr Spielanteile vor, mehr als der Anschlusstreffer durch Marko Grosse (67.) war für die "Rotjacken" aber nicht drin. Die Elf von Ferdinand Feldhofer war mit drei Erfolgen in die Qualigruppe gestartet, ist nun aber schon drei Spiele sieglos. Am kommenden Samstag kommt es zum richtungsweisenden Duell WAC - GAK.
Nullnummer in Altach
Altach ist die Tabellenführung nach dem zweiten Remis gegen die WSG Tirol los, spielt allerdings weiter um das Europacup-Play-off. Die Wattener müssen sich vier Spiele vor Saisonende wieder mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Der Vorsprung der Semlic-Truppe auf Tabellenschlusslicht WAC beträgt nun vier Punkte.
Im Ländle sahen 4.130 Zuschauer zunächst gute Gelegenheiten, auf Tore warteten sie aber vergeblich. Die ersatzgeschwächten Altacher hatten durch Ousmane Diawara (11./drüber) und Filip Milojevic (27./daneben) beste Chancen auf die Führung. Auf der Gegenseite verzog Lukas Sulzbacher nach 90 Sekunden knapp, danach war SCRA-Goalie Dejan Stojanovic gegen Baden Frederiksen (4., 22.), Moritz Wels (32.) und bei einem Kopfball von Jamie Lawrence (26.) zur Stelle. In der zweiten Hälfte flachte die Partie zunehmend ab. Beide Teams nahmen den Punkt am Ende gerne mit.
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