"Crunchtime" im Champions-League-Duell Bayern gegen PSG
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von AgenturenLaimer und Co. kämpfen um den Einzug ins Finale
Bild: APA/APA/AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
Ring frei für Runde zwei im spektakulären Schlagabtausch zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain im Halbfinale der Fußball-Champions-League. "Pervers geil", nannte Bayerns Sportvorstand Max Eberl das Offensivfest vor einer Woche in Paris, das PSG mit 5:4 gewann. Im Rückspiel am Mittwoch (21.00 Uhr/live Canal+) in München wollen die Bayern den Titelverteidiger entthronen und erstmals seit sechs Jahren wieder ins Endspiel (am 30. Mai in Budapest) einziehen.
"Jetzt geht's los. Jetzt ist Crunchtime angesagt. Wir sind alle sehr heiß auf das Spiel und bereit, alles zu geben", sagte Nationalspieler Jonathan Tah. Für Trainer Vincent Kompany ist das Ziel klar: "Wir wollen am Ende nur gewinnen." Offen ist, ob mit Konrad Laimer in der Startelf. Der ÖFB-Teamspieler kam im Prinzenparkstadion erst in der Pause für Alphonso Davies. Gut möglich, dass Laimer nun wieder von Beginn weg dabei ist.
Temporeiches Duell erwartet
Erwartet wird wieder ein mitreißendes, intensives, temporeiches Duell zweier Topteams, deren DNA auf einem bedingungslosen Offensivstil basiert. Kompany und Luis Enrique werden kaum zurückweichen und ihre Philosophie verraten. "Wer sollte einen Schritt zurück machen?", fragte Kompany. "Wir nützen die Mittel, die wir haben. Mehr ist es nicht. Das Einzige ist, dass dieser Fußball die Überzeugung ist, dass er zur Mannschaft passt und dass wir so gewinnen. Ich möchte gerne zu null spielen. Aber was nicht passieren darf, ist, dass wir etwas verlieren, was uns stark macht."
Enrique wird es umgekehrt genauso sehen. "Es gibt keinen Grund, warum PSG etwas ändern sollte, was sie im letzten Jahr zur besten Mannschaft in Europa gemacht hat. Und wir sind in dieses Duell gekommen als die Mannschaft, die in Europa die meisten Tore gemacht und die meisten Spiele gewonnen hat", sagte Kompany. Paris und Bayern sind mit 43 beziehungsweise 42 Toren die Teams mit den meisten Treffern im laufenden Bewerb. Heißt: Vollgas ins Finale!
Bayern setzen auf 101-Tore-Sturm
Ruhephasen gönnen diese beiden Pressing-Maschinen üblicherweise keinem Gegner. Ein Umdenken auf "safety first" scheint absurd. "Wir werden unseren Spielstil nicht ändern und uns hinten einigeln", sagte Mittelfeld-Taktgeber Joshua Kimmich bestimmt. "Wir sind die Mannschaft, die auf jeden Fall ein Tor braucht." Bayerns Final-Hoffnungen ruhen in erster Linie auf dem furiosen Angriffstrio Harry Kane (54 Tore), Luis Díaz (26) und Michael Olise (21), das in 51 Saisonspielen auf exakt 101 Treffer kommt.
Da die Münchner unter Zugzwang sind, kann PSG auf sein Turbo-Umschaltspiel mit den Hochgeschwindigkeits-Stürmern Ousmane Dembélé, Khvicha Kvaratskhelia und Desiré Doué setzen. Ein Handicap ist der Ausfall des verletzten Außenverteidigers Achraf Hakimi, für ihn könnte der 20-jährige Warren Zaïre-Emery rechts hinten gegen den in Paris herausragenden Luis Díaz verteidigen. Für PSG war die Münchner Arena jüngst schon einmal ein Ort des Glücks: 2025 überrollten die Franzosen mit ihrer Offensiv-Power im Endspiel Inter Mailand mit 5:0.
Millioneneinnahmen schon garantiert
Lukrativ ist der Erfolgslauf ins Halbfinale schon jetzt, die Bayern erlösen in Europas Königsklasse in dieser Saison inklusive der Ticket-Einnahmen aus insgesamt sieben Heimspielen über 150 Millionen Euro. Alleine die Zahlungen aus dem UEFA-Prämientopf beliefen sich bereits vor dem Halbfinale auf 83,445 Millionen Euro an Startgeldern und Erfolgshonoraren. Dazu kommt noch die sogenannte Wertprämie von rund 40 Millionen Euro. Im Finale klingelt die Kasse noch einmal: Für den Sieger gibt es 25 Millionen Euro, der Verlierer bekommt 18,5.
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