"Der richtige Mann": Austria verlängert mit Trainer Helm

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Stephan Helm wird mit Vertragsverlängerung belohnt

Bild: APA/APA/EXPA/ STEFAN ADELSBERGER/EXPA/ STEFAN ADELSBERGER


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Die Wiener Austria setzt weiter auf Stephan Helm. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgab, wird der Vertrag mit dem Burgenländer um zwei Jahre bis Sommer 2028 verlängert. Helm trat sein Amt im Juli 2024 an und führte die Veilchen in der vergangenen Saison auf Platz drei. Auch in der laufenden Meisterschaft mischt die fünftplatzierte Austria um einen Spitzenplatz mit. "Er ist genau der richtige Mann", betonte Sportvorstand Tomas Zorn.

"Ich konnte mir ein Bild machen, auch in den Trainingseinheiten", berichtete Zorn. Man sei "einheitlich zur Überzeugung gekommen, dass uns Kontinuität sehr wichtig ist, um die eingeschlagene Richtung weiterzuführen". Am Tag seines 43. Geburtstags hatte Helm damit doppelt Grund zum Feiern - und meinte augenzwinkernd: "Wir sind definitiv erfahrungsreicher und besser geworden, insofern hat die Austria ein besseres Trainerteam als vor zweieinhalb Jahren verpflichtet."

Als Helm 2024 das Erbe von Michael Wimmer antrat, war die Lage keine leichte - sportlich wie finanziell. Helm trotzte diesen Widrigkeiten aber und behielt auch in schwierigen Situationen die Ruhe. "Es war zu Beginn eine Riesenchallenge, und es sind zwei extrem intensive Jahre gewesen", erinnerte er sich. Namentlich die frühen Ausscheiden aus dem Europacup oder etwa zu Beginn der laufenden Saison ein trauriger Start. "Es hat mich nicht nur zu einem besseren Trainer gemacht, sondern auch meine Persönlichkeit wachsen lassen", sagte Helm.

Seit 1992 nur Daxbacher und Fink länger im Amt

Der einstige Videoanalyst, Young-Violets-Coach und Betreuer des SKN St. Pölten steht am Sonntag (17.00 Uhr) im Wiener Derby gegen Rapid vor seinem 70. Spiel mit der Austria. Damit rückt er in der jüngeren Geschichte des Clubs in die Riege der Langzeittrainer auf. Seit dem Amtsende von Herbert Prohaska 1992 gab es mit Karl Daxbacher (176) und Thorsten Fink (130) nur zwei Coaches, die auf mehr Pflichtspiele kamen. "Ich freue mich natürlich sehr über das Vertrauen, spüre aber auch die Verantwortung, den Weg fortzuführen, den wir in den letzten zweieinhalb Jahren eingeschlagen haben", erklärte Helm.

Man habe doch "viele Sachen, die wir uns vorgenommen haben, umsetzen können", gab Helm an. "Wir sind zweimal sehr souverän in die Top sechs gekommen und haben parallel dazu versucht, die Mannschaft weiterzuentwickeln." Zorn attestierte dem Trainerteam, das komplett an Bord bleibt, "sehr gute Arbeit", nicht zuletzt im Rückblick auf das vergangene halbe Jahr. "Junge Spieler haben mehr Spielzeit bekommen, trotzdem bekommen die Führungsspieler die Wertschätzung."

Helm: "Ambitionen nach oben schrauben"

Titelgewinne galten laut Zorn in den Verhandlungen nicht als Bedingung, "es ging eher darum, dass der Verein nachhaltig, stabil aufgestellt ist". Dennoch wolle man weitere Entwicklungsschritte setzen. "Es gibt derzeit in Österreich Vereine, die besser aufgestellt sind als wir. Aber wir arbeiten daran, Paroli bieten zu können und konkurrenzfähig zu sein", sagte der 39-jährige Deutsche, der seit Ende Jänner im Amt ist. Höher hinaus will auch Helm. "Wir werden die Ambitionen nach oben schrauben. Das ist schon eine besondere Gruppe, wir sind noch nicht am Ende unseres Weges angekommen."

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