Einigung in Ausbaudiskussion zu Kärntner B317

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von Agenturen

Auf der B317 kam es immer wieder zu schweren Unfällen

Bild: APA/APA/ÖAMTC/CHRISTOPHORUS11


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Nach langer Diskussion ist nun eine Entscheidung zum Ausbau der Friesacher Straße (B317) nördlich von St. Veit an der Glan gefallen. So soll die B317 zwischen St. Veit Nord und Friesach Nord in Landeszuständigkeit übernommen werden. Der Sicherheitsausbau erfolgt durch das Land Kärnten, der Bund stellt dafür die finanziellen Mittel, etwa 400 Mio. Euro, zur Verfügung, geht aus Unterlagen hervor, die der APA vorliegen. Die Fertigstellung ist für 2039 anberaumt.

Die Vorteile einer Übernahme durch das Land sind geringerer Flächenverbrauch und viel geringere Kosten, so eine Aufstellung des Landes. Denn wenn auf "Landesstraßenniveau" gebaut wird, müsse - im Vergleich zu den Plänen der ASFINAG - auch kein aufwendiges Begleitstraßennetz errichtet werden. Dadurch ergeben sich die Kosten von 400 Mio. Euro im Vergleich zu 720 Mio. Euro der ursprünglich geplanten Ausbau-Variante durch die ASFINAG. Dem Land Kärnten soll auch der Erhalt der Straße für die kommenden 40 Jahre vom Bund abgegolten werden.

Geplant ist, dass der südliche, zehn Kilometer lange Teil der Strecke vierspurig bleibt und eine Mitteltrennung bekommt - dasselbe gilt für den nördlichen, etwa acht Kilometer langen Abschnitt. Eine gravierende Änderung ergibt sich allerdings bei der Trassenführung beim sogenannten "Nadelöhr" im mittleren Abschnitt der Strecke auf Höhe Pöckstein-Zwischenwässern. Hier führt die B317 unter einer engen Bahnbrücke hindurch. Die Pläne der ASFINAG hätten hier eine komplett neue Trasse inklusive Hochbrücke vorgesehen. Laut den Landesplänen wird nun aber nur der zweispurige Bestand saniert, die Brücke soll nach Möglichkeit jedoch verbreitert werden. Dafür braucht es aber noch Gespräche mit den ÖBB.

"Meilenstein" nach langer Diskussion

Ziel des Ausbaus ist eine Erhöhung der Verkehrssicherheit, gleichzeitig soll aber verhindert werden, dass eine neue Transitroute entsteht. Gestartet werden sollen die Arbeiten mit Zwischensanierungen im Bereich St. Veit Nord sowie in Zwischenwässern, die Errichtung der Mitteltrennung erfolgt von Friesach ausgehend ab 2032. Am Mittwoch soll ein entsprechendes Arbeitsübereinkommen unterzeichnet werden. Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) freute sich über dieses Ergebnis nach "jahrzehntelangen Diskussionen": "Das Arbeitsübereinkommen, das wir unterzeichnen, ist mit einem Zeitplan und einer Finanzierung hinterlegt. Das ist ein Meilenstein." Sicherheit und den Wert einer leistungsfähigen Verbindung betonte auch Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ): "Der Ausbau mit baulicher Mitteltrennung schützt Menschenleben und schafft eine leistungsfähige Verbindung für die Region. Wir investieren gezielt, vermeiden zusätzlichen Transitverkehr und handeln verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln."

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