Sturm diesmal mit Heimrecht gegen LASK im Kampf um Rang eins

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Beichler will auf der Siegerstraße bleiben

Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER


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Sturm Graz hat den Angriff des LASK auf die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga mit einem Auswärts-1:1 am Sonntag noch abwehren können. Am Mittwoch (20.30 Uhr) treffen sich die beiden Topteams mit verändertem Heimrecht neuerlich, der Meister verteidigt dabei in Graz zum Abschluss der 6. Runde der Meistergruppe seinen Zwei-Punkte-Vorsprung. Der Dritte Red Bull Salzburg will die Wiener Austria wieder in die Knie zwingen, Rapid hofft auf einen Heimerfolg gegen Hartberg.

Sturm - LASK: Direktes Duell um Rang eins

Nur dank viel Glück ist der Meister aus der Steiermark in der Meistergruppe als einziges Team unbesiegt. Beim 1:1 in Linz hatten die Gastgeber ein Plus von 28:4-Abschlüssen. Zudem hätte es den Elfmeter, der zum frühen Sturm-Führungstreffer durch Otar Kiteishvili (10.) geführt hatte, nicht geben dürfen. Das war nicht nur die klare Meinung eines fuchsteufelswilden LASK-Trainers Dietmar Kühbauer, sondern wurde auch im VAR-Rückblick am Montag von offizieller Schiedsrichterseite bestätigt. "Der Schiedsrichter sollte den Angreifer wegen Simulation verwarnen und auf indirekten Freistoß entscheiden", hieß es da.

Unabhängig davon hatte Kühbauer seiner Truppe, in der Sasa Kalajdzic im dritten Ligaspiel in Folge traf, am Sonntag eine "unglaubliche Leistung" attestiert. "Wir waren im ersten Duell die klar bessere Mannschaft, Sturm wird sich nun garantiert anders präsentieren. Nichtsdestotrotz fahren wir dorthin, um ein gutes Spiel abzuliefern", sagte der Burgenländer. Und Kapitän Sascha Horvath ergänzte: "Wir dürfen keinen Schritt weniger machen und müssen über 90 Minuten voll fokussiert sein." Gewinnen konnten die Linzer diese Saison in Graz schon im November mit 3:1.

Das wollen die Grazer vermeiden. Nach dem Auftritt in Linz habe man laut Trainer Fabio Ingolitsch "einiges gutzumachen". Man müsse den Gegner aufgrund seiner physischen Wucht weiter vom Tor weghalten, mehr Druck auf den Ball ausüben. "Es wird eine extrem schwere Herausforderung, jeder hat am Sonntag die Qualität der Linzer gesehen. Ich sehe bei ihnen keine großen Schwächen, unser Fokus wird vor allem auf der Arbeit gegen den Ball liegen", sagte Sturms Trainer. Dimitri Lavalee, Leon Grgic, Belmin Beganovic, Filip Rozga und der gesperrte Jacob Hödl fehlen ihm fix. Zudem sind die Einsätze von Jeyland Mitchell ("kleine muskuläre Geschichte") und Niklas Geyrhofer ("schmerzhaftes Knochenmarksödem") fraglich.

Salzburg - Austria: Heimteam immer siegreich

Im Duell zwischen Salzburg und der Austria war in dieser Saison der Heimvorteil entscheidend. Die "Bullen" siegten in Wien 3:0 und am Sonntag 3:1, die Wiener am 6. Februar in Wals-Siezenheim 2:0. Dass diese Serie endet, ist mit Blick in die Vergangenheit zu erwarten. Salzburg ist in der Meistergruppe in neun Duellen mit den Favoritnern ungeschlagen geblieben, sieben Mal gab es einen Sieg. Der Letzte war ein ganz wichtiger, da der Rückstand auf Rang eins auf drei Zähler verringert werden konnte.

"Wir waren schon achtmal abgeschrieben, sechsmal Titelfavorit, dann haben wir wieder ein Comeback hingelegt. Prinzipiell kann man das Thema nie ganz ausblenden, wir versuchen uns aber auf die Spiele zu konzentrieren", sagte Innenverteidiger Jannik Schuster. Auch Trainer Daniel Beichler geht diesen Weg. "Es macht Sinn, dass wir uns auf unseren Job konzentrieren. Wenn wir dann zwei Spiele vor Schluss voll dabei sind, dann müssen wir es nicht wegleugnen und können auch darüber sprechen. Aber es geht halt schnell in der Meistergruppe."

Bei einem Erfolg würden die Salzburger erstmals seit Ende Dezember sowie Anfang des Frühjahrs zwei Pflichtspiele in Folge gewinnen. "Wir haben in Wien die meiste Zeit eine sehr ordentliche, stabile Leistung gezeigt, in vielen Phasen war eine gute Energie am Platz. Genau das wollen wir morgen wieder umsetzen", gab Beichler die Marschroute vor. Das wäre auch nach dem Geschmack von Schuster, der meinte: "Es ist natürlich fein mit Selbstvertrauen zu spielen, weil man weiß, dass man sie vor ein paar Tagen geschlagen hat. Man kann sich aber nichts darum kaufen."

Personell müssen die Salzburger den gesperrten Stefan Lainer vorgeben. Bei den Wienern schmerzt der neuerliche Ausfall von Topstürmer Johannes Egestein, der am Sonntag wieder fit sein möchte. Philipp Maybach kehrt zurück. "Wir müssen konsequent unseren Plan durchziehen und wollen es in der zweiten Hälfte der Meistergruppe besser machen als in den ersten fünf Spielen", sagte Trainer Stephan Helm. Da konnten nur vier Punkte eingefahren werden. Mit einer Leistung wie in der 2. Hälfte gegen Salzburg könne man mehr herausholen.

Rapid - Hartberg: Wiener vor "Muss-Sieg"

Für die seit drei Partien sieglosen Rapidler wäre alles andere als ein Heimerfolg über Hartberg eine Enttäuschung, wie Trainer Johannes Hoff Thorup betonte. "Wenn wir um die vorderen Positionen mitspielen wollen, müssen wir gewinnen", sagte der Däne. Sein Club tritt nach Ablauf der Teilsektorsperre erstmals seit dem 2:0 gegen den WAC am 21. Februar in einem komplett geöffneten Allianz Stadion an. Bis Dienstagmittag waren etwa 16.500 Tickets abgesetzt, für das Sonntag-Heimmatch gegen Salzburg aber schon 21.000.

Rapid (24 Punkte) liegt derzeit als Vierter hinter Sturm Graz (28), dem LASK (26) und Salzburg (25), aus den ersten fünf Meistergruppen-Partien schauten acht Zähler heraus. "Wir hätten gerne zwei, drei Punkte mehr", gestand Hoff Thorup. Immerhin gebe es eine klare Steigerung im Vergleich zu den ersten Matches dieses Jahres. "Ich sehe eine große Entwicklung." Um diesen Trend fortzusetzen, würde sich der Trainer einen Impulsvortrag von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wünschen. "Er ist Boss einer großen Organisation und regelmäßig unter Druck. Es könnte interessant sein, Inspiration von außen zu erhalten", meinte Hoff Thorup.

Sein Hartberger Trainerkollege Manfred Schmid muss das Spiel aufgrund einer Sperre von der Tribüne aus verfolgen, was dem Optimismus von Stürmer Lukas Fridrikas aber keinen Abbruch tut. "Auswärts in Wien wird es sicher nicht einfach, aber wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, alles investieren, füreinander fighten und mutig Fußball spielen, ist definitiv etwas möglich", meinte der 28-Jährige.

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