Ergebnisse von Präsidentenwahl in Peru erst in einem Monat

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von Agenturen

Reibungslos ist anders - Instruktionen für Ermittler vor Wahlrazzia

Bild: APA/APA/Peru's Prosecutor Office/HANDOUT


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Nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentenwahl in Peru sollen die Ergebnisse erst in rund einem Monat veröffentlicht werden. Die Generalsekretärin von Perus oberstem Wahlgericht, Yessica Clavijo, sagte am Samstag (Ortszeit) im Radiosender RPP, die Ergebnisse würden für Mitte Mai erwartet. Sie begründete das mit der notwendigen Überprüfung von über 15.000 Stimmzetteln. Davon gehören 30 Prozent zur Präsidentenwahl und der Rest zur ebenfalls abgehaltenen Parlamentswahl.

Bei der Wahl eines neuen Staatschefs und eines neuen Parlaments hatte es am vergangenen Sonntag teilweise Probleme mit den Wahlunterlagen gegeben. Deshalb blieben in vielen Orten die Wahllokale länger geöffnet als geplant. Am Montag öffneten einige Wahllokale erneut. Die Auszählung der Stimmen ist immer noch nicht abgeschlossen, weil es Klagen gegen einzelne Ergebnisse gab.

Nach Auszählung von 93,4 Prozent der Stimmen liegt die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori beim Rennen um das Präsidentenamt mit 17 Prozent der Stimmen in Führung. Die Tochter des wegen Korruption verurteilten früheren Staatschefs Alberto Fujimori tritt damit voraussichtlich im Juni in einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten an.

Das Rennen um Platz zwei ist aber sehr eng: Der linke Ex-Minister Roberto Sánchez liegt bei zwölf und der rechtsextreme Kandidat Rafael López Aliaga bei 11,9 Prozent. Der Abstand betrug am Samstag 13.600 Stimmen.

Stimmzettel im Müll entdeckt

Am Donnerstag waren in einem Müllcontainer in der Hauptstadt Lima vier Kisten mit 1.200 Stimmzetteln entdeckt worden. Der Präsident des obersten Wahlgerichts, Roberto Burneo, sprach vor einem Parlamentsausschuss von "schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten" bei der Wahlbehörde.

Außerdem durchsuchte die Staatsanwaltschaft ein Lager, in dem die Wahlbehörde Stimmzettel aufbewahrt. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, sollte mit der Durchsuchung geklärt werden, ob die Behörde ihre "Pflichten in Bezug auf die genutzten Wahlunterlagen erfüllt hat".

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