Österreich setzt auf den "Tanzschein" zur Titelverteidigung
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Cosmó soll für Österreich den Titel verteidigen
Bild: APA/FLORIAN WIESER
Kandidat Cosmó
Die Choreo ist schon mal ein Kracher - dass der erst 19-jährige Cosmó sich mit seinem Song "Tanzschein" beim Österreich-Vorentscheid "Vienna Calling" gegen die Konkurrenz durchsetzte, war nicht zuletzt den markanten Dancemoves zu verdanken, die mittlerweile die Tanzschulen erobern. Möglicherweise haben aber auch der blaue Stern ums rechte Auge und wohl auch der eigentliche Dancefloorstampfer und die gehörige Portion Witz zum Sieg beigetragen. Der Song aus der Zwischenwelt von Retroclubfeeling und Abgesang auf die klassische Disco ist eingängig und soll Österreich im fix gesetzten Finale die Titelverteidigung in der Wiener Stadthalle sichern.
Durchaus eine gewisse Last, die hier auf Cosmós Schultern lastet, möchte man doch keinen zweiten Punkteflop wie die Makemakes beim Heim-ESC 2015 liefern. Der in Budapest geborene Sohn einer ungarischen Mutter und eines deutschen Vaters, der im Burgenland aufwuchs, ist heute Musiker und Zahnmedizinstudent, wobei letztere Profession im ESC-Trubel erst einmal pausiert. Dabei hat der Tanzwütige durchaus schon Castingerfahrung - stand Cosmó doch 2022 im Finale von "The Voice Kids". Und mit The Thumbs hat Cosmó auch eine eigene Band, wobei er seine Songs mit dem Produzenten und Schlagzeuger der burgenländischen Indieband Garish, Markus Pemer, schreibt. Auf der ESC-Bühne wird der Sänger aber neben den Tänzern nur von seinem Gitarristen Sandro Humitsch als ruhendem Fels in der Brandung begleitet.
Österreichs ESC-Geschichte
Anfangs ging es Österreich schlicht zu schnell - sonst hätte man zu den Gründungsnationen des ESC gehört. Im ersten Jahr 1956 verpasste man aber schlicht die Anmeldefrist, und so ging der erste Bewerb in Lugano noch ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Ab 1957 hat man sich dann aber den Wecker rechtzeitig gestellt und war fix mit an Bord. Allzu lange musste man dann auch auf einen Triumph gar nicht warten, sicherte Udo Jürgens Österreich 1966 doch mit "Merci Chérie" den ersten Sieg, auf den der spätere Superstar allerdings mit zwei weniger erfolgreichen ESC-Antritten hatte erst hinarbeiten müssen. Dann kamen aber auch die Durststrecken, als Interpreten wie Marty Brem 1981, Anita 1984 oder Wilfried 1988 den letzten Platz gepachtet zu haben schienen. 2007 schied Eric Papilaya mit "Get A Life - Get Alive" dann bereits im Semifinale aus. Nicht zuletzt deshalb verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme. Dann ging es aber relativ schnell: Neuerliches Hut-in-den-Ring-Werfen 2011 und bereits 2014 Conchitas epochaler Abräumer "Rise Like a Phoenix" in Kopenhagen. Es folgten überwiegend gute bis etwas weniger gute Plätze, bis JJ in Basel 2025 das Trio für ESC-Österreich vollmachte und den Bewerb mit "Wasted Love" erneut in seine Heimat holte.
Die größten Erfolge Österreichs
(S E R V I C E - www.eurovision.com/eurovision-song-contest/vienna-2026/all-participants/cosmo/ )
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