"Etwas zögerlich": Rutte kritisiert einzelne NATO-Länder

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von Agenturen

NATO-Generalsekretär Mark Rutte äußert sich nach Treffen mit Trump

Bild: APA/APA/AFP/Getty/ANDREW HARNIK


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NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat eine in Teilen zu zögerliche Reaktion der Bündnisstaaten auf den Krieg im Iran kritisiert. "In Bezug auf die logistische und sonstige Unterstützung der Vereinigten Staaten im Iran reagierten einige Verbündete - gelinde gesagt - etwas zögerlich", sagte Rutte in Washington. Welche Länder er meinte, sagte der Niederländer nicht. Fairerweise müsse man aber anerkennen, dass viele von dem Angriff überrascht gewesen seien, fügte er hinzu.

US-Präsident Donald Trump hatte das Bündnis mehrfach und mit deutlichen Worten dafür kritisiert, dass es sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringe. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Straße von Hormuz. Trump ging vor allem Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich immer wieder an.

Rutte: Ich konnte Trumps Enttäuschung spüren

Am Mittwoch war Rutte bei Trump im Weißen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete allerdings an, dass es ein hartes Gespräch war. "Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen."

Rutte habe dem Präsidenten gesagt, die überwältigende Mehrheit der Europäer tue genau das, was die USA von ihnen wollten. Manchmal brauche es ein paar Tage, aber jetzt stehe das Bündnis bereit, sowohl Europa als auch die USA zu verteidigen.

NATO-Sprecherin: Trump fordert konkrete Zusagen für Straße von Hormuz

US-Präsident Donald Trump erwartet laut Ruttes Sprecherin konkrete Zusagen der Verbündeten für eine Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormuz. Rutte tausche sich mit den Partnern über seine Gespräche in Washington aus, teilte NATO-Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten konkrete Zusagen und Maßnahmen erwarten, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz zu gewährleisten", erklärte die NATO-Sprecherin. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen NATO-Beamten, dass die USA innerhalb von Tagen konkrete Pläne der europäischen Verbündeten dazu erwarteten. Ähnliches berichtete der "Spiegel".

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Trump übt auch nach Treffen mit Rutte Kritik

Auch Ruttes Besuch hatte Trump auf der Plattform Truth Social seinen Unmut geäußert: "Die NATO war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schrieb er in Großbuchstaben. In einem weiteren, knappen Post warf er NATO-Partnern am Donnerstag vor, ohne Druck nichts zu verstehen. Konkreter wurde er dabei allerdings nicht.

Der Iran hatte die Straße von Hormuz Anfang März als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels blockiert. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Straße von Hormuz war damit praktisch nicht mehr möglich, die Weltmarktpreise stiegen rasant an.

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