Festival "Fremde Erde" widmet sich verfemter Musik
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von AgenturenMichel Friedman hält die Festrede
Bild: APA/APA/Fremde Erde/Nicci Kuhn
Zum dritten Mal rückt das Festival "Fremde Erde" ab 12. April jene Komponistinnen und Komponisten ins Licht, die Opfer des NS-Terrors wurden und deren Werke (fast) in Vergessenheit geraten sind. Den Auftakt bildet am Sonntagvormittag ein Festakt im Volkstheater mit der Rede "Demokratie braucht Widerspruch" des deutsch-französischen Autors Michel Friedman. Auch die Uraufführung eines Werks des tschechisch-deutschen Komponisten Hans Winterberg steht auf dem Programm.
Unter dem Titel "Unvergänglichkeit" steht das Eröffnungskonzert am 16. April in der Kirche St. Ulrich, das dem 100. Geburtstag von Joseph Horovitz gewidmet ist, der 1938 als Kind nach England flüchten konnte und sich später als Komponist etablierte. Als Österreichische Erstaufführung erklingt dabei sein "Fifth String Quartet". Weiters auf dem Programm stehen u.a. Hanns Eislers "Hollywood Songbook" oder der Liederzyklus "Fäden ins Nichts gespannt" von Alexander Kukelka.
Das 10-Jahr-Jubiläum des Exilarte Zentrums ist unterdessen Anlass für eine Sonderausstellung, die alle Komponistinnen und Komponisten präsentiert, darunter Anita Bild, Hans Gál oder Gerty Felice Wolmuth. Bis zum 29. April sind im Rahmen des sich über Wien-Neubau erstreckenden Festivals weiters ein Abend über verfemte Komponistinnen mit einer Lesung von Ruth Cerha (23. April), ein Programm zum jüdischen Kabarett der Zwischenkriegszeit (24. April) sowie das Abschlusskonzert mit dem Polnischen Radio Orchester Warschau unter Michał Nesterowicz mit Werken von Władysław Szpilman, Alexander Zemlinsky und Mieczysław Weinberg (29. April) geplant. Das Festival ist ein Projekt von Viva la Classica in Kooperation mit u.a. dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG).
(S E R V I C E - "Fremde Erde. Festival Verfemte Musik", 12. bis 29. April, verschiedene Locations in Wien-Neubau. www.vivalaclassica.com )
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