Festnahme bei Kontrollen gegen illegalen Waffenschmuggel

Veröffentlicht:

von Agenturen

++ ARCHIVBILD ++ Gefälschte Glock wurden in letzter Zeit sichergestellt (Symbolbild)

Bild: APA/APA/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert


- Anzeige -
- Anzeige -

Unter Leitung und Koordination der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat am vergangenen Mittwoch eine österreichweite Schwerpunktaktion gegen illegalen Waffenschmuggel stattgefunden, gab das Innenministerium am Samstag bekannt. Die zahlreichen Kontrollen fanden entlang der Schmuggelrouten statt. 40 Personen und deren Gepäck wurden kontrolliert und 67 Fahrzeuge durchsucht. Eine Person wurde in Tirol festgenommen.

Der bundesweite Joint Action Day zur Bekämpfung des internationalen illegalen Waffenhandels und deren Ausbreitung fand gemeinsam mit allen neun Landesämtern Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) sowie dem Finanzministerium statt. Aufgrund der Festnahme in Tirol gab es im Anschluss auch drei Hausdurchsuchungen und eine weitere im Burgenland. In Tirol wurden zwei Waffen der Kategorie B sowie zwei Schusswaffen der Kategorie C sichergestellt. Die festgenommene Person bekam auch ein vorläufiges Waffenverbot auferlegt. Im Burgenland wurden eine Schusswaffe der Kategorie B sowie mehrere NS-Devotionalien entdeckt. Unterstützung erhielt der Verfassungsschutz durch die Einsatzkräfte der Bereitschaftseinheit, der Diensthundeeinheit und einem sprengstoffkundigen Organ.

Gefälschte Glock-Pistolen sichergestellt

In den vergangenen Jahren kam es laut Innenministerium europaweit immer wieder zu Sicherstellungen von gefälschten Glock-Pistolen, die über internationale Schmuggelrouten durch kriminelle Organisationen nach Europa gebracht wurden. Zugleich besteht ein weiteres Schmuggelnetzwerk von Schusswaffen über die Balkanroute. Durch zusammenwachsende Wirtschaftsräume und zunehmende Mobilität würden sich die regionalen, nationalen und internationalen Ebenen des illegalen Waffenhandels zunehmend vermischen, hieß es aus dem Ministerium laut einer Aussendung. Der koordinierte Joint Action Day habe deshalb zum Ziel, illegale Handelsströme zu identifizieren, zu unterbrechen und illegale Waffenhändlerinnen und -händler zu verfolgen.

"Der Verfassungsschutz und die Zollbehörden haben in enger Kooperation einen wichtigen Präventivschlag gegen den international agierenden Waffenhandel geführt. Das Ziel dabei ist klar: Österreich für die organisierte Kriminalität unattraktiv machen", sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). "Das Zollamt Österreich leistet einen wesentlichen Beitrag, Schmuggelrouten früh zu erkennen und mit gezielten Kontrollen illegale Machenschaften aufzudecken", erklärte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Die Aktion zeige auf, wie "wichtig ein professioneller Verfassungsschutz für unseren Rechtsstaat und im Kampf gegen Extremismus und organisierte Kriminalität ist", sagte Staatsschutz-Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ).

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken