Fortschritt bei Therapie gefährlicher Herzrhythmusstörungen

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Neue Therapiemöglichkeit am Wiener Allgemeinen Krankenhaus/MedUni Wien

Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/MAX SLOVENCIK


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Erstmals in Österreich ist ein minimal-invasiver Eingriff zur Behandlung einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung durchgeführt worden. Die Verantwortlichen an der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin II, die gemeinsam mit der Uniklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie von AKH Wien und MedUni Wien daran arbeiteten, sprachen am Donnerstag von einem "bedeutenden Fortschritt in der Therapie komplexer Herzrhythmusstörungen".

Der im März durchgeführte Eingriff eröffne neue Perspektiven für bisher schwer behandelbare Krankheitsbilder: Herzschichten, die mit konventionellen Katheterablationen nicht ausreichend behandelt werden können, werden mit dem innovativen Verfahren erreicht.

Kombination zweier Verfahren

Die Methode kombiniert die minimal-invasive Thorakoskopie mit der katheterbasierten elektrophysiologischen Ablation. Über kleine Schnitte zwischen den Rippen wurde eine Kamera eingeführt, die einen direkten Zugang zur Herzoberfläche ermöglicht. So konnte die äußere Schicht des Herzens direkt behandelt werden.

Parallel erfolgte mittels Kathetertechnik im Inneren des Herzens eine Ablation, eine Verödung von krankhaftem Herzgewebe, das die Rhythmusstörungen auslöst. Im Vergleich zu chirurgischen Verfahren, bei denen der Brustkorb geöffnet wird, sei dieser Ansatz besonders schonend.

"Meilenstein" in der Therapie

"Insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen konventionelle Katheterablationen nicht ausreichend wirksam waren, ist dieser Hybrid-Eingriff ein Meilenstein in der Therapie. Bisher unzugängliche Herzschichten können schonend und effektiv behandelt werden", sagte Stefan Stojković von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin II. Er führte den Eingriff mit Emilio Osorio, Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie, in Kooperation mit Bart Maesen von der Universität Maastricht durch.

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