Für Menschen gefährlich

Wie steht es eigentlich um das Ozonloch?

Veröffentlicht:

von Quelle: APA, Dijana Djordjevic

Guten Morgen Österreich 06:30

Talk: Wie steht es um das Ozonloch?

Videoclip • 05:59 Min


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Es beschäftigt Wissenschafler:innen schon seit Jahrzehnten: das Ozonloch. Worum es sich dabei handelt und warum es so gefährlich ist - einfach erklärt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch das Ozonloch gelangen mehr schädliche UV-Strahlungen der Sonne auf die Erde, was Schäden bei Menschen, Tieren und Meeresorganismen verursacht.

  • Das Ozonloch wurde hauptsächlich durch von Menschen hergestellte Chemikalien verursacht.

  • Es existiert noch, wird aber langsam kleiner.

Einfach erklärt: Was ist das Ozonloch?

Bei der Ozonschicht handelt es sich um einen Bereich in der Erdatmosphäre, in dem sich das Spurengas Ozon in hoher Konzentration angesammelt hat. Es befindet sich etwa 15 bis 35 Kilometer über der Erdoberfläche - in der sogenannten Stratosphäre.

Dieser Bereich - die Ozonschicht - umgibt also die Erde und wirkt wie ein Schutzschild: Sie schwächt die UV-Strahlung der Sonne und schützt dadurch Menschen, Tiere und Pflanzen vor Schäden.

Wird diese Schutzschicht beschädigt, handelt es sich um ein Ozonloch. Es führt dazu, dass die Sonnenstrahlung die Erdoberfläche mit voller Stärke trifft und das ist für alle Lebewesen gefährlich.

Warum ist das Ozonloch so gefährlich?

Eine dünne Ozonschicht bedeutet, dass mehr schädliche UV-Strahlung der Sonne auf die Erde gelangt. Das kann bei Menschen Hautschäden oder Hautkrebs auslösen, ebenso wie den Grauen Star.

Auch Pflanzen, Tiere und Meeresorganismen werden geschädigt. Ohne die Ozonschicht gebe es also deutlich mehr Krankheiten für Lebewesen und Probleme für Ökosysteme.

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Warum entstand es?

Das Ozonloch wurde hauptsächlich durch von Menschen hergestellte Chemikalien verursacht, vor allem durch sogenannte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Diese wurden ab den 1930er-Jahren weltweit stark genutzt, vor allem in Kühlschränken, Spraydosen und Klimaanlagen.

Diese Gase sind sehr stabil und steigen bis in die Stratosphäre auf. Dort werden sie durch UV-Licht gespalten und setzen Chlor frei und dieses zerstört den Ozon.

In den 70er-Jahren vermuteten Wissenschaftler:innen erstmals, dass FCKW Ozon abbauen könnte. 1985 wurde das Ozonloch über der Antarktis eindeutig entdeckt. Dort ist das Ozonloch am größten, da die extreme Kälte und spezielle Wolken die Reaktionen stark beschleunigen.

Durch das sogenannte Montreal-Abkommen wurde 1987 ein weltweit verbindliches Abkommen geschaffen, um die Ozonschicht zu schützen. An dem Abkommen, das ozonschädliche Chemikalien verbot und ersetzte, nahmen praktisch alle Länder der Welt teil.


Ist das Ozonloch noch da?

Die Ozonschicht hat sich seitdem teilweise wieder regeneriert: 2024 war das Ozonloch nach Angaben der Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen (WMO) kleiner als in den Vorjahren.

Die WMO geht davon aus, dass sich die Ozonschicht grundsätzlich bis Mitte des Jahrhunderts wieder auf das Niveau der 1980er-Jahre erholen wird. Über der Antarktis werde dieses Niveau jedoch vermutlich erst im Jahr 2066 erreicht. Die dortigen Bedingungen bremsen die Regeneration besonders stark, betont auch Greenpeace.

Fazit: Das Ozonloch existiert noch, wird aber langsam kleiner, weil viele schädliche Stoffe verboten wurden. Die vollständige Erholung wird jedoch noch mehrere Jahrzehnte dauern.

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