FPÖ will Aufwertung der Lehre
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von AgenturenZahl der Lehrlinge sinkt
Bild: APA/APA/dpa/Sebastian Kahnert
Die FPÖ fordert anlässlich des 1. Mai eine Image-Aufwertung der Lehre. Das Bild, das heute gezeichnet werde, veranlasse die Eltern dazu zu schauen, dass ihr Nachwuchs zumindest Matura habe und einen Studiengang mache, damit er nicht als bildungsfern gelte, kritisierte Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch. Eine Möglichkeit zur Attraktivierung wäre eine Flexibilisierung der Dienstzeit für Lehrlinge, ergänzte der für dieses Thema zuständige Bereichssprecher Manuel Pfeifer.
In einer Pressekonferenz Donnerstag Vormittag ärgerte sich Belakowitsch, dass auch Anreize, einen Lehrberuf zu ergreifen, von den Regierungen genommen worden seien. Konkret sprach sie die Abschaffung der abschlagsfreien Hacklerregelung an, die gerade jenen, die einen entsprechenden Berufsweg eingeschlagen hätten, geholfen habe.
Akademiker-Schwelle an Arbeitslosen
Lehrlinge sieht Belakowitsch heutzutage imagemäßig degradiert. Statt diesen Bildungsweg einzuschlagen, gebe es mittlerweile eine Akademiker-Schwelle an Arbeitslosen, die von Praktikum zu Praktikum wechselten. Auf der anderen Seite fehlten jene, die eine Ausbildung zum Facharbeiter gemacht haben. Pfeifer rechnete vor, dass es über die vergangenen 25 Jahre ein Minus von 20 Prozent bei den Lehrlingen gegeben habe.
Eine Option diesen Trend zu stoppen, wäre für den freiheitlichen Lehrlingssprecher, vom derzeit starren System der Ausbildung wegzukommen, der die Ausbildung in Betrieben schwer mache. So sollte es möglich sein, die Lehrtätigkeit flexibel auf wenige Tage zu verteilen. Junge Menschen wünschten sich ja auch mehr Flexibilität.
Lehrberuf als positives Beispiel
Zentral ist für Belakowitsch ehrlich vorzuleben, dass der Lehrberuf ein positives Beispiel sei. Hier kritisierte sie den früheren Sozialminister Alois Stöger (SPÖ), dem sie vorwarf, seine Ausbildung als Maschinenschlosser hinter dem Titel Diplome versteckt zu haben: "Man soll auch zu dem stehen, was man gelernt hat und sich nicht hinter irgendwelchen Spaßtiteln verstecken." Ohnehin seien ihr 72 neue Handwerker oder Facharbeiter bei weitem lieber als 72 neue Geschlechter, die ein Gender Studies-Student vielleicht benennen könne.
Von einer weiteren Forderung Belakowitschs würden alle Arbeitnehmer profitieren können. Ginge es nach ihr, würden die steuerfreien Zuverdienst-Möglichkeiten auf bis zu 15.000 Euro im Jahr steigen. Dies würde etwa eine Kellnerin betreffen, die am Wochenende bei einem Volksfest zusätzlich tätig werde.
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