Französischer Cold Case: Festnahme nach 20 Jahren
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von AgenturenKampagne "Identify Me" greift ungelöste Fälle auf
Bild: APA/APA/AFP/OLIVIER CHASSIGNOLE
Mehr als 20 Jahre nach einem gewaltvollen Tod ist ein Opfer in Frankreich identifiziert und ein Verdächtiger festgenommen worden. Das teilte am Dienstagnachmittag die weltgrößte Polizeiorganisation Interpol mit, die an der Aufklärung des Falls mitgewirkt hatte. Die Frau war Anfang 2005 verstümmelt in einer Regenwassertonne in Saint-Quirin, einige Dutzend Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, gefunden worden. Die Leiche war in Müllbeutel verpackt und verschnürt worden.
Über zwei Jahrzehnte blieb die Identität der Frau ungeklärt. Interpol nahm den Fall in die Kampagne "Identify Me" auf, bei der öffentlich Hinweise zu mehr als 40 nicht identifizierten Frauenleichen in Europa gesucht werden. Nun konnte die Identität geklärt und erstmals seit Start der Kampagne zu lange zurückliegenden Frauenmorden ein Verdächtiger festgenommen werden.
An der Aktion "Identify Me" sind die belgische, niederländische, italienische, französische, deutsche und spanische Polizei beteiligt. Die meisten der gesuchten Frauen seien ermordet worden oder unter verdächtigen oder nicht geklärten Umständen gestorben, heißt es von Interpol. Neun von ihnen waren in Deutschland gefunden worden. Auf der Kampagnenwebseite hat Interpol Gesichtsrekonstruktionen sowie Bilder von Schmuckstücken und Kleidung veröffentlicht, die bei den Frauen gefunden wurden. Mittlerweile konnten die Behörden fünf der Leichen identifizieren. Bei den übrigen Fällen bittet Interpol weiterhin um Hinweise.
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