GAK will Lehren aus nächster Drama-Saison ziehen

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von Agenturen

Der GAK bejubelt den Klassenerhalt

Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER


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Der GAK hat auch im zweiten Jahr nach seinem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga in der letzten Runde den Klassenerhalt fixiert. Mit dem 3:0-Sieg am Samstag bei Blau-Weiß Linz fielen den Verantwortlichen gleich mehrere Steine vom Herzen. "Es fühlt sich an, als hätten wir einen Titel gewonnen", meinte Trainer Ferdinand Feldhofer. Aus einer Saison, die mit einem Negativlauf von elf Ligapartien ohne Sieg begonnen hatte, will er aber die entsprechenden Lehren ziehen.

"Der Umbruch hat zu lange gedauert, das geht auf meine Kappe", gab sich Feldhofer im Rückblick selbstkritisch. "Das habe ich nicht gut gemacht." Ab der zweiten Hälfte des Grunddurchganges habe man aber performt und sich ständig verbessert. In der Qualigruppe holten die Rotjacken noch vor dem WAC (15) und Ried (14) die meisten Punkte aller Teams, nämlich 17. Dennoch musste man erneut bis in die letzte Runde zittern.

Ein drittes derartiges Erlebnis will sich Feldhofer 2027 ersparen. "Wir sind alle fertig. Es ist Wahnsinn, was da für Druck herrscht, was da für Existenzen dranhängen. Das ist nicht so lustig, das wünscht man niemandem." Insofern fühlte der GAK-Coach auch mit Absteiger Blau-Weiß. "Das ist ein cooler Club." Auf einen Urlaub will Feldhofer vorerst verzichten. "Wir werden jetzt die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir nächste Saison von Anfang an dabei sind", erklärte der Ex-Internationale.

Feldhofer lobt Charakterstärke

Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen hätte sein Team in der entscheidenden Phase geliefert. "Ich bin so stolz auf die Entwicklung - gar nicht so vom Spielerischen, sondern vom Charakterlichen und vom Mindset der Spieler", sagte Feldhofer, dem der Club auch in der schwierigen Phase im Herbst die Treue gehalten hatte. "Über die Saison gesehen ist der Klassenerhalt sehr verdient", meinte Tino Wawra, der inmitten dieser Phase Dieter Elsneg als Sportdirektor nachgefolgt war.

Wawra hat Blau-Weiß-Vergangenheit, sprach von "den längsten 90 Minuten und der schlimmsten Woche", die er hinter sich habe. "Aber es war ein unglaublich reifer Auftritt von der Mannschaft. Ich war selber beeindruckt, wie sie mit dem Druck umgegangen ist." Der GAK hat seit Jahreswechsel kein einziges Heimspiel verloren. Wawra: "Wir sind im Frühjahr wirklich besser geworden. Der Abstieg wäre jetzt schon extrem bitter gewesen." Zumal es nach drei Siegen zum Auftakt der Qualigruppe so ausgesehen hatte, als hätte man damit gar nichts mehr zu tun.

Der Klassenerhalt habe "riesige Bedeutung" für den gesamten Verein, betonte GAK-Präsident Rene Ziesler. "Ich bin megamegastolz auf das ganze Team. Wir haben es am Ende des Tages souverän gewonnen." Am Festhalten am rund 60 Mio. Euro schweren Projekt Stadion-Modernisierung, das man gemeinsam mit dem Stadtrivalen Sturm vorantreibt, hätte laut Ziesler auch ein Abstieg nichts geändert. "Aber natürlich ist es positiv, wenn es zwei Bundesligisten in Graz gibt. Als Bundesligist ist man gemeinsam noch stärker."

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