Gaza-Hilfsflotte legt ungeplant auf Kreta an

Veröffentlicht:

von Agenturen

Flotte mit Hilfsgütern nach Gaza unterwegs

Bild: APA/APA/AFP/OMAR AL-QATTAA


- Anzeige -
- Anzeige -

Rund 30 Boote der "Global Sumud Flotilla" mit Gaza-Hilfsgütern sind im Hafen von Ierapetra im Südosten Kretas eingetroffen. Zuvor hatten die Organisatoren mitgeteilt, die Flottille habe sichere Gewässer erreicht und formiere sich derzeit neu. Sie sei vollständig bereit, ihre Reise fortzusetzen, "um die illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen", hieß es. Wie lange die Aktivistenflotte in der Stadt auf der Mittelmeerinsel bleiben wird, war zunächst unklar.

Auch Daten eines Online-Trackers der Initiatoren der Flottille sowie des Schiffsverfolgungssystems MarineTraffic zeigen, dass Teile des Bootsverbands in die Bucht von Ierapetra eingelaufen sind. Israels Außenministerium sagte unterdessen, dass zwei der Aktivisten zu Befragungen nach Israel gebracht würden. Ein Mann werde verdächtigt, Verbindungen zu einer Terrororganisation zu haben. Einem weiteren warf das Außenministerium "illegale Aktivitäten" vor.

Details zu den Anschuldigungen wurden in beiden Fällen zunächst nicht genannt. Auch wie genau beide nach Israel gebracht werden sollen, blieb vorerst offen.

Flotte abgefangen

Die israelische Marine hatte in der Nacht auf Donnerstag mehr als 20 Schiffe der "Global Sumud Flotilla" abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland erklärte sich bereit, die von der israelischen Marine festgenommenen Personen aufzunehmen und ihre Rückreise in die Herkunftsländer zu ermöglichen.

Wie griechische Medien übereinstimmend berichteten, seien diese Menschen am Freitag zum kleinen Hafen von Atherinolakos im äußersten Südosten Kretas gebracht worden. Sie sollten danach in die kretische Hafenstadt Heraklion reisen.

Das israelische Vorgehen gegen den internationalen Schiffsverband mit Gaza-Hilfsgütern im Mittelmeer löste in Berlin und Rom große Sorge aus. Eine gemeinsame Erklärung legt nahe, dass der Stopp der Flottille in internationalen Gewässern aus Sicht der beiden Regierungen möglicherweise nicht mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken