Großbritannien hebt Terrorwarnstufe auf "hoch" an

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von Agenturen

Premierminister Keir Starmer mit Ersthelfern in Golders Green

Bild: APA/APA/AFP/POOL/STEFAN ROUSSEAU


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Nach dem Messerangriff auf zwei Juden in London gilt in Großbritannien eine erhöhte Terrorwarnstufe. Die Terrorwarnstufe sei am Donnerstag vom Gemeinsamen Terroranalysezentrum (JTAC) auf das zweithöchste Niveau von "erheblich" auf "hoch" angehoben worden, teilte das Innenministerium in London mit. Dies bedeute, "dass ein Anschlag in den nächsten sechs Monaten sehr wahrscheinlich ist".

Das JTAC ist den britischen Sicherheitsdiensten angegliedert. Es bewertet die Terrorgefahr alle sechs Monate neu. Seit 2022 galt im Vereinigten Königreich die Terrorwarnstufe "erheblich".

Im März und April wurden in London eine Vielzahl von zumeist Brandanschlägen auf jüdische und israelische Einrichtungen verübt. Bei dem jüngsten Angriff am Mittwoch im Londoner Stadtteil Golders Green, in dem viele Juden leben, verletzte der mutmaßliche Täter zwei Männer mit einem Messer. Anschließend ging der 45-Jährige auf Polizeibeamte los und wurde festgenommen. Zu dem Angriff bekannte sich die bis vor wenigen Wochen weitgehend unbekannte pro-iranische Hayi-Gruppe.Die Behörden stuften die Attacke als "terroristischen" Anschlag ein.

Premierminister Keir Starmer forderte eine "schnelle und sichtbare Reaktion" der Justiz. Er warf zudem dem Iran die Absicht vor, "britischen Juden Schaden zuzufügen". "Wir brauchen stärkere Befugnisse, um der bösartigen Bedrohung durch Staaten wie den Iran entgegenzutreten, denn wir wissen ganz genau, dass sie britischen Juden Schaden zufügen wollen", erklärte er am Donnerstag in einer von seinem Amtssitz Downing Street veröffentlichten Stellungnahme.

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