Große Feier muss warten: LASK nach Cuptitel auf mehr aus
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von AgenturenDie Cupsieger im Konfettiregen
Bild: APA/APA/WOLFGANG JANNACH/WOLFGANG JANNACH
Dietmar Kühbauers Strategie ist nicht aufgegangen. Am Ende des Interviewmarathons erwischten seine Cupsieger den LASK-Trainer in den Katakomben der Wörthersee Arena doch noch. Über die Bierdusche durch seine Spieler konnte Kühbauer doch lächeln - und richtete den Blick gleich wieder nach vorne. Nach dem umjubelten Titelgewinn in Klagenfurt ist für die Linzer in dieser Saison noch nicht Schluss. Man werde nun "alles versuchen, damit wir noch etwas schaffen", meinte Kühbauer.
Als Kapitän Sascha Horvath um 19.05 Uhr die Cuptrophäe gen Himmel stemmte, war eine lange Zeit des Wartens für den LASK beendet. Angeführt von Doppeltorschütze Samuel Adeniran wurde Altach mit 4:2 n.V. in die Knie gezwungen. Die Partie war gewissermaßen ein Spiegelbild der laufenden Saison. Am Anfang mit Fehlern hadernd, steigerten sich die Athletiker mit Fortdauer des Spiels. Nach dem "Dosenöffner" (Kühbauer) durch Adenirans Volleytreffer ins Kreuzeck zum 2:2 hatten die Linzer alles im Griff.
Spiel "wie unsere Saison"
"Das war genau wie unsere Saison. Am Anfang waren wir immer einen Schritt zu spät. Aber wir sind zurückgekommen, wussten um unsere Qualitäten", sagte Horvath. Sasa Kalajdzic, der beide Tore von Adeniran vorbereitete, sprach von einem "lange komischen Tag". Die Qualität seines Teams habe sich aber durchgesetzt, so Österreichs Teamstürmer.
Kühbauer hatte eine weitere Erklärung für die holprigen ersten 45 Minuten. "Die Jungs haben den Druck gespürt. Jeder außer uns Trainern hat geglaubt, dass das Spiel einfach zu gewinnen ist", erinnerte der 55-Jährige an die Ausgangslage vor dem Duell mit den in der Qualifikationsgruppe spielenden Altachern. Am Ende hätte sich die Qualität und bessere Physis aber durchgesetzt, merkte Kühbauer an.
Die Mannschaft fuhr nach dem Spiel wieder zurück nach Linz. Während für die Fans in der heimischen Arena noch eine Party angesetzt war, war bei den Spielern dezentes Feiern angesagt. "Wir können nicht 'open end' machen. Die Saison ist noch nicht vorbei", betonte Kühbauer. Kalajdzic gab die Marschroute für die kommenden Stunden vor: "Heute ein bisschen feiern, morgen ausnüchtern und am Sonntag können wir uns auf Rapid vorbereiten."
Ärger über Terminansetzung
Das am Montagabend angesetzte Heimspiel gegen die Wiener sorgte für den einzigen Stimmungstöter im Lager der Sieger. "Keine Ahnung, warum wir Montag spielen und nicht Dienstag oder Mittwoch", meinte Horvath. Als "schwachsinnig" bezeichnete Kühbauer die Ansetzung. "Aber der Sieg muss uns Kraft geben." Der ehemalige WAC-Coach sah sich auch hierbei um ein Jahr zurückversetzt. Damals war die Partie der Wolfsberger gegen Rapid ebenfalls drei Tage nach dem Triumph am Wörthersee angesetzt. Damals gewann der WAC in Wien.
Für den LASK geht es nun ums Ganze. Drei Runden sind in der Meistergruppe noch offen, derzeit steht man in der Tabelle ganz vorne. 1965 - das Jahr des Doubles - könnte sich für die Schwarz-Weißen wiederholen. Was für sie spricht: In puncto Physis und Kadertiefe scheinen die Oberösterreicher überdurchschnittlich gut aufgestellt. So fiel das Spiel des LASK auch nach den Auswechslungen des angeschlagenen Moses Usor oder des gelb-verwarnten Joao Tornich nicht ab.
"Wir waren physisch weit besser als Altach. Wir waren hinten raus viel agiler und frischer", betonte Kühbauer. Sein Motto: weiter von Spiel zu Spiel schauen. Die Pressekonferenz beschloss der Ex-Teamspieler mit einem Pauschallob. Er sei sehr stolz auf die Mannschaft. "Mit dem Wort Stolz gehe ich nicht gerne um", sagte Kühbauer. "Aber wenn ich es heute nicht sage, dann gehöre ich weggesperrt."
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