Großfeuer in L. A. aus Hass gegen Reiche gelegt?

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von Agenturen

Zehntausende Häuser zerstört - Brände hinterließen Bild der Verwüstung

Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/MARIO TAMA


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Der mutmaßliche Brandstifter der verheerenden Feuer in einem Nobelvorort von Los Angeles im vergangenen Jahr hegte der US-Bundesstaatsanwaltschaft zufolge einen Groll gegen Reiche. Zwei Wochen vor der Tat in Pacific Palisades seien im Internetsuchverlauf des Angeklagten Anfragen wie "lasst uns alle Milliardäre stürzen" aufgetaucht, heißt es in Gerichtsunterlagen. Der Angeklagte Jonathan R. kommt ab 8. Juni vor Gericht. Bei den Bränden kamen zwölf Menschen ums Leben.

Der mutmaßliche Brandstifter, der sich wegen des Entfachens der Brände in dem Nobelvorort Pacific Palisades verantworten muss, soll zudem Luigi Mangione bewundert haben, dem vorgeworfen wird, im Dezember 2024 einen Versicherungschef in New York erschossen zu haben. Mutmaßlich habe der Mann, der zum Zeitpunkt der Tat als Fahrer für den Taxi-Dienst Uber arbeitete, das Feuer in der Silvesternacht zu Jahresbeginn 2025 kurz nach Mitternacht an einem beliebten Wanderweg gelegt, kurz nachdem er Fahrgäste in Pacific Palisades abgesetzt habe. R. weist alle Vorwürfe zurück.

Wütender Taxichauffeur soll von Selbstjustiz gesprochen haben

Der Staatsanwaltschaft zufolge war R. wutentbrannt über den Kapitalismus und legte das Feuer in dem Nobelvorort quasi als Akt der Vergeltung. Fahrgäste des Angeklagten vom 31. Dezember 2024 und 1. Jänner 2025 hätten ihn als "wütend" und "intensiv" beschrieben. Er sei "unberechenbar" gefahren und habe darüber geschimpft, "dass er 'stinksauer auf die Welt' sei, zudem habe er über Luigi Mangione, den Kapitalismus und Selbstjustiz" gesprochen, hieß es in den Gerichtsunterlagen.

Weiter hieß es, die Ermittler hätten den Angeklagten bei einem Verhör gefragt, warum jemand Brandstiftung in Pacific Palisades begehen könnte. R. antwortete demnach, ein möglicher Brandstifter könnte von Groll gegen Reiche motiviert sein, da "wir im Grunde von ihnen versklavt werden".

Der Brand in Pacific Palisades war zunächst von der Feuerwehr eingedämmt worden, glomm jedoch am Boden weiter und wurde mutmaßlich durch starken Wind rund eine Woche später wieder angefacht. Das Palisades-Feuer breitete sich weiter nach Westen bis nach Malibu aus. Zwölf Menschen kamen ums Leben und tausende Häuser wurden zerstört. Im Jänner 2025 hatten drei Wochen lang mehrere verheerende Brände im Großraum der kalifornischen Metropole Los Angeles gewütet. Dabei kamen insgesamt 31 Menschen ums Leben, mehr als 160.000 Gebäude wurden zerstört.

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